Verständnis der Sakramente

So verstand man die Sakramente früher:

Mit dem Empfang möglichst vieler Sakramente glaubte man die Eintrittskarte fürs Himmelreich auf sicher in der Tasche zu haben. Sakramente wurden als Inseln in einem unheiligen Meer (Welt) betrachtet. Glück hatte, wer sich möglichst viele solcher Inseln pachten konnte. Gott wurde als Buchhalter gesehen, der genau auflistete, wer welche Sakramente empfangen hatte.

Menschen kannten Gottes Pläne durch und durch und wussten genau, wer was verdient hatte. Wo blieb da der Glaube an einen gütigen Gott?

So verstehn wir die Sakramente heute:

Abendhimmel über dem Meer.
Bild: Bruno Manzocchi, geschossen am Ziel des Jakobsweges in Finisterre (Sommer 2013).
Sakramente sind Brücken von Gott zum Menschen und umgekehrt - Sakramente sind keine Einbahnstrassen vom Himmel her.

Durch die Sakramentenspendung werden wichtige Momente im Leben unvergesslich gemacht

Im Sakrament feiern wir ausdrücklich, dass Gott immer mit uns unterwegs ist. An entscheidenden Stellen des Lebens (Geburt, Eheschliessung, Krankensalbung usw.) wird dies von Gott und den Menschen klar zum Ausdruck gebracht. Wir stehen öffentlich dazu, dass Gott mit uns unterwegs ist und wir mit ihm.

Unser Bischof Kurt Koch schreibt: Sakramente sind Demonstrationen Gottes und der Menschen an entscheidenden Stellen, an "Hochzeiten" und "Tiefpunkten" unseres Lebens.