Durch das Tor des Todes zum Leben

Es gingen von uns in die neue Wirklichkeit mit Gott:

2017

28. September
Elsi Forster-Andermatt, Heim Dösselen, ehemals Rest. Sternen

17. Juli
Pius Achermann, Gütschhöhe 6, 6275 Ballwil

26. April
Theres Budmiger-Balmer, Dorfstrasse 12, Ballwil

20. März
Konrad Scheuber-Stadelmann, Ambar 8

16. März
Theres Lang-Stocker, früher Margrethenstrasse 13

26. Februar
Francisco Javier Da Silva, Gütschrain 13

21. Februar
Josef Bühlmann, Heim Ibenmoos

30. Januar
Josy Distel-Thürig, Weiherstrasse 1, Ballwil

18. Januar
Bernhard Dommann, Heim Rosenhügel, Hochdorf, ehem. Ballwil

6. Januar
Kurt Isaak-Muri,
Linggenrain 2, Ballwil

 

2016

31. Dezember
Josef Widmer-Bucher, Breite 7, Ballwil

22. November
Margrith Burkart, Gütschhöhe 6, Ballwil

17. November
Rosa Brügger-Beeler, Heim Dösselen, Eschenbach

9. November
Urs Riedel-Heer, Chäsihang 2, Ottenhusen, 6275 Ballwil

2. November
Robert Fluder-Greter, Gerligen 5, 6275 Ballwil

19. September
Edith Arnet-Häfliger, Heim Rosenhügel, früher Ballwil

22. August
Karl Krebs, Heim Ibenmoos, früher Ballwil

am 1. April
Wendelin Boog-Wunderlin, Ambar, Ballwil

am 30. März
Marie Burri-Amrein, Rosenhügel, Hochdorf

am 20. März
Hanni Brunner-Künzi, Ballwil

am 1. März
Agnes Camenzind-Küttel, Dösselen, Eschenbach

am 25. Februar
Walter Hernler-Roth, Altersheim Bärgmättli, Beromünster

am 20. Februar
Zita Hess-Meier, Breite 5, 6275 Ballwil

 

 

2015

Oktober 2015

Helene Bänninger-Högger, Im Zentrum 7 a, Adligenswil, ehemals Ballwil
Am 23. Oktober fand in unserer Pfarrkirche die Abdankungsfeier für Helene Bänninger statt. Helene kam am 6. Mai 1939 in Zürich auf die Welt und war verheiratet mit Peter Bänninger,der ihr bereits im Jahr 2004 im Tode voraus gegangen ist.

Peter und Helene zogen mit ihren beiden Söhnen Simon und Urban 1973 nach Ballwil, auf die Mettenwilhöhe, wo sie sich ein Eigenheim gebaut hatten. Nach dem Tode von Peter, ihrem Mann, zog Helene in der Linggenstrasse 5 ein. Vier Jahre darauf entschloss sie sich, nach Adligenswil zu ziehen. Doch die Verbundenheit mit Ballwil behielt sie aufrecht. Als Helene ernsthaft krank wurde, stellte sie sich ganz bewusst dem Sterben und nahm ihr Schicksal an. Sie äusserte den Wunsch, sich von ihrer Familie, ihren Bekannten und Freunden in Ballwil verabschieden zu dürfen.
So hoffen wir für Helene, dass Gott ihr einen Platz in der ewigen Wohnung bereitet hat.

 

 

September 2015

Max Forster-Andermatt, Betagtenzentrum Dösselen, ehemals Restaurant Sternen
Ganz überraschend starb Max am 8. September nach einem Herzinfarkt im Kantonsspital Luzern.

Begonnen hat sein Leben am 15. Juli 1931 in Ballwil.
Mit seinen sechs Geschwistern verbrachte er eine erlebnisreiche Kindheit im Gasthof Sternen. Damals war noch ein Bauernbetrieb angegliedert. Nebst arbeitsreichen Stunden blieb ihm immer auch Zeit für kleinere und grössere Lausbubenstreiche.
Die Primar- und Sekundarschule besuchte Max in Ballwil. Anschliessend absolvierte er seine Ausbildung zum Koch im Hotel Albana in Weggis. Ergänzend besuchte er die Hotelfachschule in Luzern. Sehr früh verlor er seinen Vater und so führte er mit seiner Mutter Mary Forster den Gasthof Sternen weiter. 1955 erwarb er mit Bravour das Wirtepatent.

Eines Tages hörte Max er von einer bestimmten Dame auf dem  Horben. So machte er sich auf den Weg und lernte in ihr seine zukünftige Frau kennen. Der 21.Mai 1959 war sein Glückstag. Er heiratete Elsy Andermatt vom Horben und zusammen wurden sie im Laufe der Jahre glückliche Eltern von vier Kindern. Im Sternen begann nun ein neuer Aufschwung, den er auch seiner Frau Elsy zu verdanken hatte. Beide führten den Gasthof Sternen mit grosser Leidenschaft, investierten viel in ihren Betrieb und seine ausgezeichnete Küche war bald weit über die Gemeindegrenzen und übers Seetal hinaus bekannt.

Ein grosser Schicksalsschlag war der Verlust seines Sohnes Max, der im Alter von nur 41 Jahren 2001 verstarb. Ein gutes Gottvertrauen half ihm über diese schwere Zeit hinweg.
Freude bereitete ihm das Singen und das Zusammensein mit seinen Kollegen im Männerchor. Diesem gehörte er über vierzig Jahre an. 

Nach seiner Pensionierung übergab er den Betrieb seinem Sohn Heinz. Jetzt  hatte Max mehr Zeit, um kleinere Reisen mit Elsy zu machen. Zu seinen Hobbys gehörte die Pflege des Hauses an der Gütschhöhe 3. Da bekochte er gerne Freunde und seine ganze Familie. Für seine Gross- und Urgrosskinder organisierte er gerne Ausflüge, wie zum Beispiel ein Picknick am Waldrand oder gemeinsame Schifffahrten. Sein kleiner Garten, insbesondere die schönen Rosen, hegte und pflegte er bis letztes Jahr mit viel Liebe und Sorgfalt.

Nachdem seine Frau Elsy ins Betagtenzentrum Dösselen zügeln musste, hatte auch er immer wieder mit seiner Gesundheit zu kämpfen. Mehrere Spitalaufenthalte wurden notwendig. Vor vier Monaten musste auch er ins Heim umziehen. Ein weiterer Spitalaufenthalt wurde notwendig.

Max war ein grosser Marien-Verehrer. Am Fest Maria Geburt wurde er von Gott gerufen, am ewigen Gastmahl teilzunehmen. Nun hoffen wir für ihn, dass Gott ihn bedienen wird, so wie er seine Gäste ein Leben lang bewirtet hat.

 

August 2015

Seppi Zimmermann, Heim Ibenmoos,
ehemals Gerligen

Am 16. August konnte Seppi Zimmermann nach arbeitsreichem Schaffen friedlich einschlafen.
Begonnen hat sein Leben am 28. April 1926 in Kriens. Er war der Älteste von sieben Kindern. Als Seppi vier jährig war, zügelte die Familie nach Ballwil, wo sein Vater Remigi den Bauernhof in Gerligen erworben hatte. In Ballwil besuchte Seppi die Schulen. Als Ältester musste er schon früh auf dem Bauernhof mithelfen. Weil der Krieg ausgebrochen war, hatte Seppi bereits mit neunzehn Jahren die Rekrutenschule bei der Flab-Kompanie absolviert. Nach der Rekrutenschule war dann seine Hilfe auf dem Bauernhof erst recht gefragt. So versuchte er für die Familie auch ein Nebeneinkommen zu erwirtschaften. Er verdingte sich bei den Bauern in der Nähe für Kurzarbeit, half bei Arbeiten aus, wenn Not am Mann war, besorgte Waldarbeiten, schärfte für manchen Kunden fachkundig Äxte, Fräseblätter und Ketten für die Motorsägen. Da seine Mutter früh starb, übernahmen seine beiden Schwestern Anna und Martha den Haushalt. Miteinander bewirtschafteten sie den Betrieb bis zu seiner Pensionierung.
Der Sonntagsgottesdienst und das Jassen am Nachmittag brachten Abwechslung in den Alltag. Seppi schaffte sich bald einmal ein Töffli mit Anhänger an. So war er mobil und konnte den Leuten im Frühling den Garten fräsen. Auch zu Hause war der Garten stets gepflegt und der Stolz der Geschwister. Aus Altersgründen wurde der Betrieb dann aufgelöst.
Seine beiden Schwestern gingen ihm im Tod voraus. Immer häufiger waren auch bei Seppi die Altersbeschwerden spürbar. Vor drei Jahren musste er ins Pflegeheim Ibenmoos umziehen. An einem Sonntag, der ihm immer heilig war, durfte er friedlich einschlafen. Nach den Strapazen des Lebens möge er nun in Gott den ewigen Frieden finden.



August 2015

André Steinger-Lang, Unterlinggen 1
Am Freitag, 14. August, erlitt Andi bei der Arbeit einen schweren Unfall. Bange Stunden des Wartens und Hoffens, dass das Schlimmste nicht eintreffen würde, hatte sich bald zerschlagen.
Andi wurde am 2. September 1967 als drittes Kind in der Klinik St. Anna in Luzern geboren. Er wuchs wohlbehütet auf und erlebte eine unbeschwerte Kindheit mit Schwester Irène und dem Nachbarskind Franz-Sepp. Nach sieben Jahren erblickten die beiden Nachzügler Eveline und Patrick das Licht der Welt.
Schon als kleiner, blonder Lockenkopf zeigte Andi seine Liebe zur Mechanik. Glücklich war er, wenn er mit Schraubenzieher und Hammer in der Hand seinen Vater beim Handwerken begleiten durfte.
Nach sechs Jahren Primarschule in Ermensee besuchte er die Sekundarschule in Hitzkirch. Im Jahr 1983 durfte er die Lehre als Feinmechaniker bei der Manometer AG in Hitzkirch beginnen. Die Lehrzeit bereitete ihm viel Freude und er schloss sie mit Bravour ab.
In der Freizeit spielte er beim FC Hitzkirch und später beim FC Hochdorf erfolgreich Fussball. Zu seiner zweiten Leidenschaft gehörte das Töfffahren mit seinen Kollegen. Nach einem Töffausflug am Pfingstmontag 1987 legte Andi in Muri einen Halt ein. Hier lernte er Regina kennen. Das Ja-Wort haben sich die Beiden am 19. Juni 1999 in der Pfarrkirche in Muri gegeben. Im September gleichen Jahres zogen Andi und Regina von Muri nach Ballwil in ein Eigenheim. Hier wurden die beiden auch glückliche Eltern von Sven und Lars. Mit grosser Leidenschaft arbeitete er in seinem Betrieb und freute sich, dass Sven auch eine Lehrstelle in der Nähe von seinem Arbeitsplatz fand.
Nun, es kam anders. Der schwere Unfall von Andi hat der Familie alle Pläne und Träume zunichte gemacht. Andi wird tiefe Lücken hinterlassen. Unter grosser Anteilnahme wurde er am 22. August auf unserem Friedhof zur letzten Ruhe begleitet.

 

Juli 2015

Jakob Weber, Heim Ibenmoos, ehemals Kramis
Vermutlich wollte Jakob seinen 90. Geburtstag im Jenseits feiern. Denn wenige Monate zuvor, am Sonntagabend des 5. Juli, ist er friedlich eingeschlafen.
Am 5. Oktober 1925 kam Jakob Weber im Kramis zur Welt. Seine Eltern Josef und Anna Weber-Weber bewirtschafteten dort einen Landwirtschaftsbetrieb. Jakob erlebte zusammen mit den Geschwistern Anna, Sepp, Helena, Alois und Xaver eine bescheidene, aber schöne Jugendzeit. Die Primar- und Sekundarschule besuchte Jakob in Ballwil. Er freute sich immer über seine Begabungen.
Nach der Schulzeit arbeitete Jakob zuhause, bis er 1944 in die Rekrutenschule einrücken musste. Er war bei der Fliegerabwehr eingeteilt und wechselte später zur Luftschutztruppe. Kaum daheim, musste er als Zwanzigjähriger zum Aktivdienst einrücken. Er leistete über 200 Tage Dienst fürs Vaterland.  Voller Stolz erzählte er unter anderem immer wieder, dass er in dieser Zeit, ausser dem Tessin, jeden anderen Schweizer Kanton kennenlernen durfte.
An der Landwirtschaftlichen Schule Sursee besuchte er zwei Winterkurse. Mit Freude erzählte er stets aus dieser Zeit.
Da sein Vater 1951 starb und ein Jahr darauf auch seine Mutter, übernahm er 1953 den elterlichen Betrieb. Seine Schwester Helena trat im April 1954 ins Kloster Frauenthal ein. Fortan arbeitete er mit seinen Brüdern Sepp, Alois und Xaver zusammen in Haus und Hof. In der Freizeit besuchte er sehr gerne Schul-, Dienst- und Landwirtschaftsschul-Kollegen und machte gerne Ausflüge mit Xaver. Nicht zu vergessen sind die Fusswallfahrten nach Einsiedeln, bei denen er gegen zwanzig Mal dabei war.
Der plötzliche Spitalaufenthalt im Jahre 1999 zwang ihn nach Beromünster ins "Bergmätteli" und später ins Heim Ibenmoos zu wechseln. Seine körperlichen Kräfte liessen zunehmend nach und er war mehrheitlich bettlägerig. Er freute sich an jedem Besuch, besonders über den seines Bruders Xaver.
Nun hat er die irdische Wallfahrt beendet und wir hoffen für ihn, dass er das Ziel in Gott gefunden hat.

 

Februar 2015

Martha Widmer-Bucher, Breite 7
Nach einem schweren Herzinfarkt verstarb Martha Widmer am 13. Februar im Kantonsspital Luzern.
Sie wurde am 31 Juli 1947 in einer Grossfamilie geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie in Oberebersol. Nach der obligatorischen Schulzeit folgte sie ihrer Berufung als Hausangestellte. Um ihre Arbeit professionell ausführen zu können, besuchte sie die Bäuerinnenschule.
Nach der Heirat mit Josef Widmer half sie auf dem Bauernhof mit und pflegte ihren grossen Garten. Ihr Lebensmotto, den anderen zu helfen und die Gastfreundschaft zu pflegen, hat sie bis zuletzt ausgeübt. Sei es bei der Mithilfe in der Gemeindesaalküche bei verschiedenen Anlässen oder beim Verwöhnen der Grosskinder ? immer war sie zur Stelle.
Nun hat ihr gutes Herz aufgehört zu schlagen. Sie wurde von Gott heimgerufen, am ewigen Gastmahl teilzunehmen. Möge sie nun von Gott bedient werden, so, wie sie hier auf dieser Welt ihre Gäste verwöhnt hat.


Januar 2015

Eduard Bieri-Duss, Ebikon
Am 24. Januar wurde auf unserem Friedhof Eduard Bieri-Duss beerdigt. Her Bieri wohnte in Ebikon. Es war der Wunsch der beiden Söhne Erwin und Beat Bieri, dass ihr Vater und Grossvater hier in Ballwil beerdigt werde. Im Gottesdienst vom 25. Januar, mitgestaltet durch den Männerchor, haben wir uns von Herrn Bier verabschiedet und ihn zur letzten Ruhe auf unserem Friedhof begleitet.

 

 

Dezember 2014

Franz Willi-Duss, Leihgasse 52, Baar
Wer hätte das gedacht, dass nur elf Monate, nachdem sein Vater Franz zum Grabe begleitet wurde,  sein ältester Sohn ihm so schnell nachfolgen würde.
Nach kurzer, schwerer Krankheit ist Franz am 1. Dezember im Kantonsspital Baar gestorben.

Am 25. Februar 1953 kam er als ältester Sohn der Klara und des Franz Willi-Stalder auf die Welt. Zusammen mit seinen zwei Brüdern durfte er in der Wassergasse eine unbeschwerte und abwechslungsreiche Jugendzeit erleben. Nach der obligatorischen Schulzeit machte er die Lehre als Feinmechaniker bei den Flugzeugwerken in Emmen. In der Schulzeit knüpfte das Trio Hanspeter, Theo und Franz ein Freundschaftsband, das durch dick und dünn bis zum letzten Tag hielt.
Nicht nur das Musikhören, sondern auch das Musikmachen hat Franz bis zuletzt fasziniert. Der Musikgesellschaft Ballwil hat er 44 Jahre die Treue gehalten.
Nach der RS machte er die Polizei-Schule und arbeitete dann bei der Polizei in Zug.

Beim Samichlauseinzug in Ballwil lernte Franz seine zukünftige Frau Vreni kennen. Die beiden gaben sich 1979 in Gibelflüh das Jawort und wurden bald glückliche Eltern von zwei Töchtern.
Obwohl der Wohnort seiner Familie in Baar war, pflegte er den freundschaftlichen Kontakt mit Ballwil bei jeder Gelegenheit. So träumte er davon, nach der Pensionierung, zusammen mit seiner Frau nach Ballwil zurück zu kommen. Die Diagnose Krebs im fortgeschrittenen Stadium machten seine Pläne zunichte. Der Wunsch, in Ballwil beerdigt zu werden, konnte ihm erfüllt werden.

Im vergangenen Jahr hatten Franz Senior und Junior zusammen mit ihren Familien Weihnachten gefeiert. Mögen jetzt Vater und Sohn zusammen zur Krippe gehen und miteinander ewige Weihnachten feiern.

 

 

November 2014

Alois Burri, Behindertenheim Striterhof,  Pfaffnau, ehemals Luzernstrasse 2

Alois Burri wurde am 30. September 1960 als ältestes Kind des Alois und der Marie Burri-Amrein geboren.
Nach einiger Zeit merkte man, dass Alois anders war. Anders, aber nicht weniger wertvoll. Der Kleine wusste genau, was er wollte. Mit acht Jahren kam Alois ins Kinderheim. Obwohl sein Körper langsam erwachsen wurde, blieb sein Gemüt zeitlebens kindlich. Mit knapp 20 Jahren kam er ins Wohnheim Linde und fand dort eine liebevolle Betreuung.
2001 kam der Wechsel in den Striterhof nach Pfaffnau.Alois hatte nie rechnen oder schreiben gelernt, dafür  hatte er andere Fähigkeiten entwickelt. Die Freude am "Lismen" und Weben war gross. Den Webstuhl schätzte er sehr. Im Striterhof deckte er regelmässig den Tisch und ging mit einem "Gschpänli" posten oder half in der Küche mit.
Ganz wichtig waren für Alois immer seine Teddybären. Diese durften in seinem Alltag nie fehlen. Besondere Freude zeigte Alois auch an der Musik. Er tanzte, wippte mit dem Kopf hin und her und gab mit dem Arm den Takt an.
Wenn Alois nach Hause kam, war das Grösste für ihn, wenn er mit Mami zusammen den Sonntagszopf backen konnte. Er half eifrig mit beim Teigen, Zopfen und Backen. Überhaupt liebte er das Essen sehr. Er war glücklich mit einem Cervelat und Brot zum Znüni oder mit einem selbstgemachten Stück Wähe oder Lebkuchen.
In den letzten zwei Jahren blühte Alois so richtig auf. Er lachte, redete viel mehr als gewöhnlich und war stets für Schabernack zu haben. Gegenüber Frauen war er ein echter Gentlemen und schickte galant einen Handkuss.

Leider wurde anfangs 2014 bei Alois Zungenkrebs festgestellt. Die Operation überstand er gut und er erholte sich schnell. Er durfte wieder zurück zu seiner Familie in den Striterhof. Im Juli kam die Krankheit zurück. Es gab keine Heilung mehr. Die letzten drei Wochen seines Lebens verbrachte Alois im Heim Sonnmatt in Hochdorf.
In der Nacht zum 6. November sortierte er zum letzten Mal vor dem Schlafengehen seine Bären. Er verliess diese Welt in der Zuversicht, dass sein Vater auf ihn warten würde.
Alois hatte viele Jahre mit seinem Trottinet bei der Sternenkreuzung  auf den "Seetaler" gewartet. Nun ist sein Zug gekommen.

 

 

22. Juli

Maria Odermatt-Haas, Heim Rosenhügel, Hochdorf, ehemals Ballwil
Am 22. Juli wurde Maria Odermatt-Haas nach längerer Krankheit von ihren Altersbeschwerden erlöst.
Ihren Eltern Franz und Bertha Haas-Brun wurde sie am 30. Juni 1922 als zweitältestes von 17 Kindern in Hämikon in die Wiege gelegt. So wuchs Maria im Kreise einer heutzutage kaum vorstellbaren Grossfamilie auf. Trotz grossen Entbehrungen und Härte während der Kindheit, erinnerte sie sich immer gerne an diese Zeit.

Die Schulzeit absolvierte Maria in Hämikon, wo sie anschliessend in diversen Betrieben als Magd und Köchin arbeitete.
Mit Walter Odermatt fand sie einen liebevollen Ehegatten, dem sie während vielen Jahren treu zur Seite stand. Drei Knaben schenkte sie das Leben. Ihnen war sie zeitlebens eine treubesorgte, aber auch strenge Mutter. Um ihren Söhnen in den Bereichen Religion, Anstand, Sitten und Gebräuche den richtigen Weg aufzuzeigen, wusste sie sich nötigenfalls auch mit resoluter Stimmme durchzusetzen.

Das Leben schenkte ihr nicht immer nur eitel Freude, musste sie doch zahlreiche Krankheiten überstehen. Als ihre Kinder grösser wurden, übernahm sie die Pflege von drei Kleinkindern, die ihr Beschäftigung, aber auch grosse Freude bereiteten.
Der plötzliche Tod ihres Gatten im Jahre 1977 sowie der Tod ihrer Söhne Walter im Jahre 1996 und Willy 2010 machten ihr schwer zu schaffen. Trotz all diesen Tiefschlägen verlor Maria nie den Mut und den Lebenswillen. Ihre grösste Freude war stets der Besuch ihrer Familie. Ein paar Ferientage in Zermatt und Törbel waren die absolut schönsten Momente in ihrem Leben. Die Freudentränen, anlässlich ihres Helifluges über die Spitze des Matterhorns, sind kaum zu beschreiben.

Nach über 50 Jahren Wohnsitz in Ballwil machte sich das Alter bemerkbar. Mit einer schlimmen Grippe musste sie im Jahre 2001 hospitalisiert werden. Die Zeit für einen Übertritt ins Alters- und Pflegeheim Sonnmatt drängte sich auf.
In Hochdorf, anfangs im Pflegeheim Sonnmatt und später im Rosenhügel, fand sie überaus liebevolle Aufnahme.

Vor ca. zwei Monaten merkte man, dass ihr Lebenswille schwand. Ihrem Wunsch, dass sie noch einmal ihre Geschwister mit Schwägerin und Schwager sehen wollte, wurde entsprochen. So traf man sich am 22. Juni im Rosenhügel und verbrachte mit ihr ein paar schöne Stunden. Genau einen Monat später, am 22. Juli, hat sie uns in Frieden verlassen.

Maria Magdalena, die erste Zeugin der Auferstehung, möge sie nun zum Auferstandenen führen.

 

 

 

Mai 2014

Leonardo Fresa-Heim, Kramisstrasse 2, Ottenhusen
Ein Dorforiginal aus der Mitte von Ottenhusen ist nicht mehr. In den Morgenstunden des 31. Mai verstarb Leonardo im Kantonsspital nach kurzer, schwerer Krankheit.

Leonardo wurde am 24. Oktober 1942 in Pietramontecorvino, Italien, geboren. Mit vier Schwestern und einem Bruder wuchs Leo als zweitjüngstes Kind des Francesco und der Maria Alessandra im süditalienischen Serracapriola auf.
Schon während der Kindheit arbeitete Leo viel auf den Feldern des elterlichen Bauernbetriebes mit. Später ging er jeweils morgens zur Schule und am Nachmittag half er in einer Autowerkstatt aus.

Im Alter von 17 Jahren verliess Leo Italien und machte sich auf den Weg nach Deutschland. Nach fast zehn 
Jahren in der Fremde, kehrte er wieder nach Italien zurück. 1969 unternahm er eine Ferienreise in die Schweiz. Dort wurde ihm eine Arbeitsstelle als Lastwagenfahrer angeboten. So entschloss er sich bald, für immer hier zu bleiben.
1970 heiratete Leo und aus dieser Ehe ging der Sohn Paolo hervor. Nach der Trennung von seiner Frau lernte er Dorothea Heim kennen. 1976 zogen beide nach Lenzburg in die erste gemeinsame Wohnung. Ihnen wurden im Verlaufe der Jahre die beiden Kinder Marcel und Sonja geschenkt.
Nachdem die junge Familie 1979 in Ottenhusen das eigene Haus bezogen hatte, und Leo erfolgreich die Carprüfung bestand, fand er eine Anstellung bei der Firma Kaufmann Reisen. Er fuhr nun viele Reisegruppen nach Italien in die Ferien. Die letzten Jahre arbeitete Leo bei der Firma Hürzeler als Linienbus-Chauffeur in Dietikon.

 

 

 

Mai 2014

Andreas Lang-Käppeli, Linggenstrasse 1
Nach langer, schwerer Krankheit wurde Andreas am 21. Mai von seinen Leiden erlöst.
Als achtes von zehn Kindern kam Andreas am 21. September 1936 in Aristau auf die Welt. Bereits mit drei Jahren verlor er seine Mutter und als er zehn Jahre alt war, seinen Vater. Dank seiner gütigen Stiefmutter durfte er eine unbeschwerte Kindheit erleben.

Sein Berufsleben führte ihn nach Ballwil, wo er an verschiedenen Arbeitsplätzen tätig war. In Ballwil  
lernte er seine geliebte Frau, Elsa Käppeli, kennen. Zusammen wurden sie glückliche Eltern von zwei Töchtern und zwei Söhnen.
Einige Jahre hatte Andreas in unserer Kirchgemeinde das Amt als Sakristan inne. In dieser Zeit begleitete er nebst vielen andern Aufgaben unzählige Sterbegebete am Vorabend der Beerdigung.
Andreas war ein geselliger Mensch. Er genoss seinen Garten und jasste viel und gerne.
Als sich bei ihm vor einem Jahr eine unheilbare Krankheit bemerkbar machte, stellte er sich dieser Herausforderung bewundernswert.

Mit Gebet und einem tiefen Gottvertrauen konnte er sein langsames Sterben akzeptieren. So fand er auch die Einsicht, für die intensive Pflege ins Betagten- Zentrum Dösselen zu gehen. Dort schlief er am Abend des 21. Mai friedlich ein.

All jene, die für Andreas den Abschiedsrosenkranz gebetet haben, durften ihn in die Geborgenheit Gottes begleiten.

 

 

 

April 2014

Franz Kammermann- Zimmermann, Betagtenheim Chrüzmatt Hitzkirch, ehemals Schlossmatte 12
"Ich war einst auf dieser Erde spazieren gegangen." Diesen Satz hat Franz 
vor zehn Jahren über seine bis dahin gelebten Jahre gestellt.
Sein Spaziergang begann am 10. Juni 1929 in der Steinhalde. Als zweites von sechs Kindern erblickte er an diesem Tag das Licht der Welt. Seine Kinder- und Jugendzeit verbrachte Franz mit seinen drei Schwestern und seinen beiden Brüdern in der Steinhalde. Sowohl die Primar- wie auch die Sekundarschule besuchte er in Ballwil. Nach der Schule musste er jeweils noch auf dem Hof bei den anfallenden Arbeiten mithelfen. Zum einen, weil sein Vater einem Nebenerwerb nachging, um die Familie zu ernähren, zum anderen war es die Zeit des zweiten Weltkrieges.

Nach der Schulzeit half Franz zu Hause mit in der Landwirtschaft. In den Winterhalbjahren 1948 bis 1950 besuchte er die landwirtschaftliche Schule in Pfäffikon. Anschliessend besuchte er den kantonalen Baumwärterkurs und bestand die landwirtschaftliche Berufsprüfung. Im Sommer 1950 absolvierte er die Rekrutenschule als Trainsoldat.
Im Frühling 1953 ging für ihn ein Traum in Erfüllung. Er konnte die Liegenschaft Morgenhalde von der Gemeinde Ballwil in Pacht übernehmen. Der Anfang war nicht leicht. Er musste von ganz vorne beginnen. Im gleichen Jahr zerstörte ein furchtbares Gewitter mit starkem Hagelschlag das alte Wohnhaus. Im Sommer 1955 konnte aber bereits ein Neubau bezogen werden. So stand auch einer Familiengründung nichts mehr im Weg. Am 19. Juli 1955 heiratete Franz ,Lisbeth Zimmermann von Gerligen, im Flüeli Ranft. Im Laufe der Jahre wurden die beiden glückliche Eltern von acht Kindern. Um eine so grosse Familie ernähren zu können und allen Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen, waren Sparsamkeit und auch neue Ideen gefordert. So stellte er seinen Landwirtschaftsbetrieb auf Schweinezucht um. Neben seiner zeitraubenden Arbeit auf dem Hof, engagierte er sich auch in der Gemeinde, sei es in der Politik, Schule oder Kirche, aber auch in den Vereinen. Bereits in seinen Jugendjahren war er im Vorstand der damaligen Jungmannschaft. Von 1947 bis 1987 war er aktiv in der Musikgesellschaft und hatte auch das Amt des Präsidenten inne. Auch die Schulpflege Ballwil konnte mehrere Jahre auf seine Dienste zählen, davon elf Jahre als Präsident. Eine der grossen Herausforderungen in dieser Zeit war die Verlegung der Oberstufe nach Hochdorf.

Nachdem er die Arbeit bei der Schulpflege niedergelegt hatte, bat ihn die Gemeindeverwaltung das nicht einfache Amt als Friedensrichter zu übernehmen. Viele Jahre war er auch im Pfarreirat tätig und hatte die Männerbesucher-Gruppe ins Leben gerufen.
Im Jahre 1985 übergab er die Pacht seinem ältesten Sohn, denn es machte sich eine schmerzliche Krankheit bemerkbar. Bald folgte der Umzug in sein Geburtshaus Steinhalde. Als nach zehn Jahren Haus und Garten langsam zur Belastung wurden, ist er mit seiner Frau in die Schlossmatte umgezogen.

Mit Dankbarkeit durften die beiden das seltene Fest der Goldenen Hochzeit feiern. Trotz aller Hoffnungen und diversen Kuraufenthalten begann für Franz vor fünfeinhalb Jahren der letzte Abschnitt seines Lebens. Schweren Herzens 
entschloss er sich, ins Alterswohnheim Chrüzmatt in Hitzkirch, einzutreten.

Am 3. April ging sein Spaziergang auf dieser Erde zu Ende. Nun erfreue er sich am ewigen Osterfes.



 

März 2014

Hans Hammer-Adolfo, Wiesengrund
Überraschend für alle, starb Hans Hammer nach kurzer, schwerer Krankheit am 15. März in der Hirslanden-Klinik in Luzern. Am 21. März wurde er auf unserem Friedhof zur letzten Ruhe begleitet. Hans wurde am 19. April 1940 in Schachen bei Malters geboren. Dort wuchs er mit seinen zwei Geschwistern  auf. Eine neue Arbeitsstelle des Vaters bedingte den Wegzug der Familie nach Oberkirch und später nach Ballwil, wo seine Eltern ein Eigenheim erwarben. Hans zeigte schon in seiner Jugend eine Zuneigung zu exotischen Vögeln. Für seine Wellensittiche bastelte ihm der Vater eine Volière. Nach beendeter Schulzeit konnte er seine Französischkenntnisse während eines Jahres in Porrentruy erweitern, worauf die vierjährige Lehrzeit als Konstruktionsschlosser in der Firma Gehrig in Ballwil folgte. Während er an verschiedenen Stellen in der Zentralschweiz arbeitete, hegte er den Wunsch, für einige Zeit ins Ausland auszuwandern. Per Schiff reiste er nach Durban in Südafrika, dann nach Johannesburg. Dort bekam er bei deM Schweizer Konsulat eine geeignete Stelle vermittelt. Während dieser Zeit ist er mit Harry, seinem Freund, oft in Afrika herumgereist. Speziell hat es ihm der Krüger Nationalpark angetan, da ihn die Tiere sehr faszinierten. Bei der Rückreise in die Schweiz führte er zwei Papageien mit im Gepäck. Das war der  Grundstein für seine Zucht mit exotischen Vögeln. Beim Elternhaus bot sich die Gelegenheit, selbst eine wunderbare Volière zu bauen und diese im Laufe der Jahre zu erweitern.Bald wurde Hans selbständig. Er arbeitete vorwiegend für die Firmen Mator in Inwil, Emmi in Emmen und Dagmersellen sowie für Lupo in Hochdorf. Während einer Reise mit seinem Freund Alois auf die Philippinen, lernte er seine Ehefrau Sarah-Jane kennen. Sie war bald bereit, mit ihm in die Schweiz zu reisen, um zu spüren, ob daraus auch eine dauernde Verbindung wachsen kann. Alles ist zur vollen Zufriedenheit der beiden ausgefallen, so dass sie bald heirateten. Ein Arbeitsauftrag führte die beiden für eine Weile nach Jeddah in Saudi-Arabien. Wieder zurück in der Schweiz nistete sich das Paar in Hochdorf ein, worauf mit Roland und Jenny die Familie bald komplett wurde. Seine Selbständigkeit erlaubte es ihnen, weitere Länder und insbesondere mit der Familie mehrere Male Sarah-Janes Heimat zu besuchen.Die Treffen im Wiesengrund mit Geschwistern und Partner, Kinder und Freunden war für ihn stets eine Bereicherung. Dabei kamen die kulinarischen Freuden nicht zu kurz.

Vor zwei Jahren wurde die Krankheit Leukämie diagnostiziert. Für Hans, der bis dahin kerngesund war, wurde es zusehends schwieriger, dies zu verstehen. Alle mussten schweren Herzens einsehen, dass keine Heilung mehr möglich war. Hans hat sich in den letzten Tagen seines Lebens mit bemerkenswerter Tapferkeit mit der Tatsache abgefunden und so konnte er friedlich seine Seele dem Schöpfer zurückgeben. Er möge nun in den österlichen Freuden weiter leben.

 

 

März 2014

Anni Achermann-Meier, Betagtenzentrum Dösselen, früher Wassergasse 5
Anni erblickte am 20. Juli 1927 zusammen mit ihrem Zwillingsbruder das Licht der Welt. Mit ihren sieben Geschwistern durfte sie eine glückliche und frohe, aber auch strenge Jugendzeit erleben. Nach der offiziellen Schulzeit erlernte sie den Beruf der Damenschneiderin und nähte für sich und ihre Schwestern manch wunderschönes Tanzkleid. Singen und Tanzen waren ihre Freizeitbeschäftigungen. So lernte sie ihren Mann, Franz Meier aus Ballwil, kennen. Sie heirateten 1953 und wurden glückliche Eltern von fünf Kindern. Infolge einer heimtückischen Krebskrankheit verstarb ihr Gatte und liess sie im Alter von 38 Jahren mit den Kindern alleine zurück. Als alleinerziehende Mutter war sie für ihre Kinder ein grossartiges Vorbild. 1969 durfte die Familie in ihr eigenes Haus an der Wassergasse einziehen.
In Stanislaus Achermann aus Erstfeld fand sie wieder einen liebevollen Partner und heiratete 1974 zum zweiten Mal. Stanislaus Kinder mit Familien wurden herzlich aufgenommen. Zusammen mit dem neuen Partner durfte sie noch viele schöne Jahre erleben mit Ausflügen und Reisen. Anni wurde nach und nach Grossmami von elf Grosskindern.

Ihre grosse Leidenschaft war das Singen. Sie lobte Gott mit ihrer klaren Stimme. Über fünfzig Jahre lang war sie treues Mitglied des Kirchenchores Ballwil. In ihrer Freizeit löste sie unzählige Kreuzworträtsel und klopfte gerne einen Jass.
Vor 14 Jahren wurde sie wiederum Witwe, nachdem Stani von seinen Altersbeschwerden erlöst wurde.

Im fortgeschrittenen Alter wurden ihr die anfallenden Arbeiten im Haus und Garten zur Belastung. Nach einem Hausumbau durfte sie neben ihrem Sohn Ruedi mit seiner Familie ihre kleine Wohnung geniessen. Doch zwei unglückliche Stürze mit Spitalaufenthalten schwächten ihre körperlichen und geistigen Kräfte. Somit wurde ein Umzug ins Betagtenheim Dösselen Eschenbach notwendig.
In der Nacht vom Sonntag, den 2. März, durfte sie ruhig, für immer einschlafen. Zusammen mit den Chören des Himmels möge sie jetzt in das ewige Halleluja einstimmen.

 

 

 

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Februar 2014

Alois Rüttimann-Bachmann, Betagtenzentrum Dösselen, früher Ottenhusen
Vater Rüttimann ist am 20.Oktober 1927 in Abtwil AG auf die Welt gekommen. Er war das fünfte von sieben Kindern der Eltern Josef und Marie Verena Rüttimann-Egli. Er besuchte die reguläre Schule in Abtwil und später absolvierte er die landwirtschaftliche Schule in Brugg.
Am 23. Februar 1952 führte er seine grosse Liebe, Margrith Bachmann, in die Kirche von Ballwil zum Traualtar. In der dieser Zeit übernahmen die Frischvermählten den landwirtschaftlichen Betrieb in Oeggenringen in Pacht. Im Verlauf der Jahre wurden sie glückliche Eltern von sieben Kindern.

Im Jahr 1961 übernahmen sie eine grosse Pacht in Wolhusen. Während 22 Jahren führte er zusammen mit Margrith und seinen Kindern diesen grossen landwirtschaftlichen Betrieb.
Aus gesundheitlichen Gründen übergab er den Betrieb 1983 in jüngere Hände und fand sein neues Zuhause in Ottenhusen. Auch hier ruhten seine Hände nicht und er beschäftigte sich im Wald, Garten und rund ums Haus.

Als sein gesundheitlicher Zustand das Wohnen in seinem vertrauten Heim nicht mehr erlaubte, wechselte er im August 2012 ins Pflegeheim Dösselen, wo er liebevoll betreut wurde. Am Montag, 17. Februar, durfte er im Beisein seiner Lieben in Frieden einschlafen.

 

 

 

Februar 2014

Hedy Burkart (s'Tante Hedy), Alterswohnheim Sonnmatt, Hochdorf, früher Brand 3
Unter grosser Anteilnahme wurde Tante Hedy am Fasnachtssamstag zur letzten Ruhe begleitet.
Wer s'Tante Hedy kannte, wusste, dass sie eine grossartige Frau war. Sie war zwar nicht gross von Gestalt, aber was diese Frau in ihrem Leben geleistet hat, verdient Bewunderung.
Am 5. Oktober 1925 kam Hedy in der Rainmühle auf die Welt. Als sie drei Jahre alt war, starb ihre Mutter von zehn Kindern weg. So kam sie zu Verwandten in der Rüti in Rain. Dort besuchte sie die Primar- und Sekundarschule.
Mit sechzehn Jahren kam Hedy in eine Haushaltstelle. Ihr Wunsch, einmal im Hotelfach tätig zu sein, konnte sie nicht verwirklichen. Als ihre Schwester auf dem Hof Brand in Ballwil 1950 von sieben Kindern wegstarb, hielt sie ihr Versprechen und übernahm dort den Haushalt der Familie Saner. Selbst dann, als die Kinder erwachsen wurden und Franz Rita heiratete, blieb sie dort und half im Haushalt und bei der Arbeit auf dem Feld mit. So wurde Hedy für die zweite Generation s'Tanti, die alle mit ihrer Gastfreundschaft verwöhnte. Dabei durfte ein Tanz oder ein kräftiger Jass nicht fehlen. Ein seltenes Jubiläum freute sie besonders - ihre Nichten und Neffen organisierten für sie, die sechzig Jahre im Brand, ein tolles Fest.
Vor zwei Jahren musste sie sich einer Operation unterziehen lassen. Sie erholte sich recht gut, aber eine Lungenentzündung schwächte ihre Kräfte, sodass ein Übertritt ins Pflegeheim Sonnmatt unumgänglich wurde. Am 19. Februar ist sie friedlich eingeschlafen und ihr grosses Lebenswerk war vollendet. Die grosse Gastgeberin mit ihrem Humor, möge von Gott nun zum ewigen Gastmahl geladen werden.

 

 

Februar 2014

Emma Bühlmann-Grob, Hübeli, Gibelflüh
Im Betagtenzentrum Dösselen in Eschenbach durfte Emma am Montag, 10. Februar, nach langer schwerer Krankheit friedlich einschlafen. Ihren 70. Geburtstag durfte sie noch daheim in Gibelflüh feiern.
Doch wenige Tage später musste sie ins Pflegeheim Dösselen eingewiesen werden.

Am 6. Januar 1944 wurde Emma als Tochter der Emma und des Hans Grob-Koller in Grossdietwil geboren. Sie war die älteste von 13 Kindern. Aufgewachsen war sie in Turns, auf dem Bauernhof ihrer Eltern. Die Kinderjahre waren einfach. Die Schule besuchte sie im Dorf. Nach dem Abschluss der Schulzeit hat sie während zwei Jahren die Mutter im Haushalt mit den jüngeren Geschwistern unterstützt.
Mit 17 Jahren hat sie die erste Stelle angetreten. Zuerst arbeitete sie ein Jahr in Willisau im Haushalt und danach drei Jahre in einem Geschäft in Nebikon. Die grosse Verbundenheit mit ihrer Familie hat sie ihr ganzes Leben lang begleitet.
1976 hat Emma sich mit Albert Bühlmann verheiratet und kam auf den Bauernhof Hübeli nach Gibelflüh. Dort 
hat sie die Arbeit im Haus im Garten und auf dem Hof übernommen. Im Laufe der Jahre wurde sie Mutter von vier Kindern.
Bereits mit 47 Jahren erkrankte sie zum ersten Mal an Krebs. Nach einer kurzen Krankheitsphase schien sie geheilt zu sein. Doch nach zehn Jahren kam die Krankheit zurück. Die niederschmetternde Nachricht prägte die folgenden Jahre. Zahlreiche Therapien musste sie über sich ergehen lassen. Aber alle Strapazen hat sie tapfer ertragen.
Mit letzten Kräften hat sie den runden Geburtstag zusammen mit ihren Verwandten gefeiert, im stillen Bewusstsein für alle, dass dieses Zusammentreffen zugleich das Abschiednehmen bedeutete. So möge nun Emma befreit sein von allen Schmerzen und Gottes Licht und Freude erfahren.

 

 

Januar 2014

Heinrich Krauer-Zahner, Urswilerstrasse 12
Schon seit längerer Zeit wusste  Heinrich Krauer,dass er sich mit einer schweren Krankheit auseinandersetzen musste. Durch ein Herzversagen wurde er in der Nacht vom 15. Januar von seinem Leiden erlöst.
Am 11. April 1937 erblickte Heiri, als zweites von acht Kindern, das Licht der Welt. Seine Kindheit verbachte er auf dem Hof Alp in Eschenbach. Nach seiner Schulzeit zog Heiri mit seinen Eltern und Geschwistern auf den Hof Erpolingen in Altbüron. Dort bewirtschaftete er mit seinem Bruder den Hof.
In einfachen Verhältnissen aufgewachsen, genoss Heiri in der Rekrutenschule als Train-Soldat die tolle Kameradschaft, den Umgang mit Pferden und das Reisen in unbekannte Gebiete der Schweiz.
Am 1. August 1965, am Herlisbergschwinget, lernte er seine Frau Anni Zahner aus Schänis kennen. 1967, am 17. April, gaben sich die beiden Liebenden das Jawort für eine gemeinsame Zukunft. Im Verlauf der Jahre durften sie glückliche Eltern von drei Töchtern und zwei Söhnen werden.

In den Jahren 1969-1974 arbeitete Heiri als Angestellter in einem Zucht- und Mastbetrieb in Arnegg. Danach zog die Familie zurück nach Eschenbach auf den Hof, wo Heiri auf die Welt kam. Dort bewirtschaftete er den Pachthof bis 1986. Danach zog die Familie nach Ballwil ins Dorf, wo er seiner liebgewonnenen Tätigkeit im Forstbetrieb bis zu seiner Pensionierung nachgehen konnte. Seiner Energie und seinem Tatendrang waren auch in den Jahren seines Ruhestandes kaum Grenzen gesetzt. So pflegte Heiri mit viel Freude und Leidenschaft den Garten und die Umgebung des Klosters Eschenbach. Ebenso bereiteten ihm die Pflege und das Verkaufen der Christbäume grosse Freude. Als geselliger Volksmusikliebhaber und Jassfreund schätzte er den Besuch von Bekannten, Freunden und der Familie. Vor allem blühte er auf, wenn er zusammen mit seinen Grosskindern die Zeit verbringen konnte.

Vor einiger Zeit wurde bei Heiri eine schwere Krankheit diagnostiziert. Er aber gab nicht so schnell auf. Im tiefen Gottvertrauen und im Rosenkranzgebet, zusammen mit Sr. Karin im Kloster Eschenbach, schöpfte er Kraft und Hoffnung. Doch sein Herz wurde immer schwächer.
Nun möge er in Gottes Weihnachtsfrieden ruhen.

 

 

 

Gritli Stadler, Heim Chrüzmatt, Hitzkirch
Gritli Stadler kam als zwölftes von siebzehn Kindern der Eltern Hans und Sophie Stadler-Vogel am 7. Mai 1948 in Ballwil auf die Welt. Gritli war behindert, aber umso mehr von allen geliebt. Als sie acht Jahre alt war, ging ihre Mutter mit ihr nach Luzern in eine Privatschule. Da sie aber nicht sprechen konnte und keinen Fortschritt festzustellen war, gab man dieses Vorhaben nach einem halben Jahr auf. Gritli liebte ihren Vater über alles. Deshalb schenkte er der behinderten Tochter viel Zeit. Beide waren unzertrennlich. Am 13.0ktober 1976 brach für Gritli eine Welt zusammen, denn ihr geliebter Dädi starb nach dreiwöchiger Krankheit. Gritli konnte nicht weinen und nicht sprechen. Nach anderthalb Jahren ging Gritli zusammen mit ihrer Mutter ins Altersheim Chlotisberg. Schon nach einem Jahr starb auch ihre Mutter. Doch Gritli fühlte sich bei den Baldegger Schwestern sehr daheim. Auch den Umzug ins Heim Chrüzmatt in Hitzkirch hatte sie, dank der liebevollen Betreuung, gut gemeistert. Nun hat Gritli ihr bescheidenes Leben beendet und es ist zu hoffen, dass sie ihren geliebten Dädi und die umsorgende Mutter wieder gefunden hat.

 

 

 

Januar 2014

Franz Willi-Stalder, Wassergasse 5
In der Weihnachtszeit verstarb Franz Willi ganz überraschend im Kantonsspital Luzern. Kurz vorher hat er noch an Weihnachtsgottesdiensten teilgenommen.
Als dritter Sohn wurde Franz vor 90 Jahren in Mosen geboren. Für seine Familie waren es damals harte Zeiten. Der Vater starb, als Franz erst zwölf Jahre alt war. So mussten er und seine sechs Brüder auf dem Hof mithelfen.

In Luzern rückte er als Train-Soldat in die Rekrutenschule ein. Kurz darauf kam er zu den Grenadieren und war bis zum Ende des Krieges im Aktivdienst.
Nach diesem Einsatz fand Franz bei der SBB Arbeit und legte somit den Grundstein für die lange Zeit bei der Bahn und für die grosse Leidenschaft des Zugfahrens. Zuerst arbeitete er im Gleisbau am Brünig, wechselte im März 1945 nach Hochdorf und wurde später als Betriebsarbeiter nach Ballwil versetzt. Er war ein tüchtiger Arbeiter und wurde schon bald zum Stationswärter und später zum Schienentraktorführer befördert.

Zum Ausgleich zu seiner Arbeit war er Mitglied bei der Männerriege Ballwil und der Schützengesellschaft Mosen. Auch ging er gerne an die Fasnacht. Dort lernte er 1950 seine grosse Liebe, Klara Stalder, kennen. Am 28. Mai 1951, vor 63 Jahren, hei-rateten die beiden. Im Februar 1953 kam Franz, der erste Sohn zur Welt und zwei Jahre später Kurt.
Obwohl die finanziellen Mittel knapp waren, brachte Franz den Mut und die Zuversicht auf, ein eigenes Haus an der Wassergasse zu bauen. Zusammen mit Klara investierte er unzählige Stunden Arbeit. Sie bauten selbst die Kanalisation, mauerten und zimmerten. Als die junge Familie 1957 einziehen konnte und 1958 der dritte Sohn Ernst geboren wurde, ging für Franz und Klara ein grosser Traum in Erfüllung.

Immer wieder machten die Beiden mit ihren drei Söhnen Ferien in Italien. Er sei schon in jungen Jahren ein "Leutsch-Vogel" gewesen, erzählte Franz einmal. Als er 1988, nach 44 Dienstjahren bei der Bahn pensioniert wurde, hatte er umso mehr Zeit, mit Klara auf Reisen zu gehen. Ein Stück Erde, sein Garten, in nächster Nähe zu haben, war ihm ganz besonders wichtig. Jahraus, jahrein hat er gesät, gehegt und gepflegt, gejätet, geerntet und eingewintert, um dann im Frühling wieder von vorne anzufangen.
Eine weitere grosse Leidenschaft von Franz war die Musikgesellschaft Ballwil. Viele Jahre war er Ehrenmitglied und es war ihm immer eine Freude, an einem Anlass oder einem Auftritt der Musikgesellschaft dabei zu sein.

Auch die Familie, die Verwandten und Bekannten waren Franz sehr wichtig. Wann immer es einen Anlass gab, machte er ein Fest. So auch im letzten Sommer, als er seinen 90. und Klara ihren 85. Geburtstag feiern konnten.

Das traditionelle Weihnachtsessen mit der Familie bedeutete ihm sehr viel. Wenige Tage danach ist er im vergangenen Dezember für immer eingeschlafen.
In Gottes ewigem Licht möge er nun den Weihnachtsfrieden erleben.

 

 

 

Dezember 2013

Julius Heller-Hegglin, Nunwil, ehemals Gerligen
Kurz vor Weihnachten ist Julius im Betagtenheim Rosenhügel im Alter von 84 Jahren gestorben. Er war für Ballwil kein Unbekannter. Viele Jahre hatte er die Schreinerei in Gerligen geführt. Unsere Kirchenbänke sind ein schönes Zeugnis von seinem Schaffen.

Als ältester Sohn des Julius und der Rosa Heller-Mieschbühler kam er am 13. März 1929 in der Kesselrüti in Nottwil auf die Welt. Nach der Schule machte er die Lehre als Wagner in Hergiswil am Napf. Die Familie zog 1949 nach Ballwil. Als sein Vater früh starb, musste er den Betrieb übernehmen. Im Jahre 1959 gründetete er mit Regina Hegglin eine eigene Familie und sie wurden Eltern von zwei Söhnen und zwei Töchtern. Sohn Peter starb nach schwerer Krankheit mit erst 23 Jahren. Nach diesem schweren Verlust musste er auch bald einmal seinen Betrieb aufgeben. Zusammen mit seine Frau zog er nach Nunwil, wo er verschiedenen Schreiner-Hobbys nachgehen konnte. Immer stärker machte sich seine Demenzkrankheit bemerkbar, so dass ein Eintritt ins Pflegeheim unumgänglich wurde. Am 21. Dezember stürzte er schwer und musste ins Spital eigeliefert werden. Am folgenden Tag wurde er von seinen Leiden erlöst.

Vielleicht hat der liebe Gott noch einen guten Handwerker gebraucht, um die Weihnachtskrippe instand zu stellen, damit Weihnachten gefeiert werden konnte. So möge Julius nun den ewigen Weihnachtsfrieden erfahren.

 

 

 

Dezember 2013

Salome Hauser-Gander, Bergmattli, Beromünster, ehemals Breite 5
Am 25. Dezember durfte Frau Hauser ihren 99. Geburtstag feiern. Sie freute sich sehr über das Geburtstagsständchen, mit dem sie das Pflegepersonal überraschte. Drei Tage danach hat sie für immer ihre fast blinden Augen geschlossen.

Am Weihnachtstag 1914 kam sie in Neudorf als Tochter des Johann und der Rosa Gander-Bucher auf die Welt. Nach der Schulzeit war sie in verschiedenen Service-Stellen tätig. So lernte sie in Bremgarten den Soldaten Albert Hauser kennen, den sie später heiratete und mit ihm nach Goldach zügelte. Zwei Kindern, einer Tochter und einem Sohn, schenkte sie das Leben. Über 60 Jahre wohnte sie in der Ostschweiz, doch das Heimweh nach der Innerschweiz blieb.

Nach dem Tode ihres Gatten kam sie nach Ballwil in die Breite 5. Zehn Jahre lang durfte sie hier ihren Lebensabend verbringen. Obwohl ihr Augenlicht immer schwächer wurde, konnte sie sich gut in der Wohnung und in der Umgebung zurecht finden. Nach einem schweren Sturz vor einem Jahr musste sie ins Spital eingeliefert werden. Nachher wurde sie ins Pflegeheim nach Beromünster verlegt.

Weihnachten hat Salome immer sehr viel bedeutet. So ist es ihr zu gönnen, dass sie an Weihnachten zur ewigen Anbetung an die Krippe gerufen wurde.

 

 

 

November 2013

Elisabeth Künzi-Eiholzer, Betagtenheim Sonnmatt, früher Schlossmatte 10
Am 21. November haben wir Elisabeth Künzi im Gemeinschaftsgrab zur letzten Ruhestätte begleitet.

Sie wurde am 17. Mai 1925 als ältestes von vier Kindern in Lieli geboren. Mit ihrer Schwester und den beiden Brüdern verbrachte sie eine glückliche Kindheit.
Bereits im Alter von 15 Jahren erlitt sie einen grossen Schicksalsschlag, als sie ihren Vater verlor. Nach der Schulzeit arbeitete sie zuerst auf einem Bauernhof als Magd und später in Pfeffikon bei der Zigarrenfabrik Villiger. So konnte sie ihre Familie finanziell unterstützen.
Im April 1949 schloss sie mit Josef Künzi den Bund fürs Leben. Gross war die Freude, als nach und nach ihre drei Töchter Lisbeth, Margrit und Hanny geboren wurden. Die kleine Familie wohnte zuerst in Lieli und nachher in Kleinwangen.

Bis zur Pensionierung machte Elisabeth Heimarbeit und fertigte dabei unzählige Zigarren. In ihrer kargen Freizeit pflegte sie ihren grossen Garten und war stolz auf die Blumenpracht rund ums Haus. Eines ihrer grossen Hobbys war das Flechten mit Peddigrohr, dieses Können gab sie in zahlreichen Kursen weiter.
Im Jahre 1994 musste ihr Mann  ins Pflegeheim Sonnmatt eingeliefert werden, wo er zwei Jahre später starb.
In der Zwischenzeit zügelte Elisabeth von Kleinwangen nach Ballwil in die Alterssiedlung Schlossmatte. Schnell fand sie in Ballwil Anschluss und konnte noch einige glückliche Jahre in ihrer eigenen Wohnung verbringen. Viel Zeit verbrachte sie mit Stricken.

Vor einigen Jahren machten sich bei ihr Altersbeschwerden bemerkbar. Als diese mit der Zeit schlimmer wurden, war ein Eintritt ins Pflegeheim Sonnmatt unumgänglich. Dort wurde sie bis zu ihrem Tod liebevoll betreut. Elisabeth möge nun bei Gott den ewigen Weihnachtsfrieden erleben.

 

 

 

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Oktober 2013

Ruth Burkart-Frey, Neuheim 4
Am 10. Oktober durfte Ruth im Heim Sonnmatt friedlich  einschlafen. Nachdem sie letztes Jahr ihren 70. Geburtstag feiern konnte, hätte sie noch  gerne länger gelebt und ihre Freundesfamilien und den Männerchor mit ihren ausgezeichneten Backwaren verwöhnt. Sie war mit Kaspar Burkart verheiratet und die beiden kamen 1990 nach Ballwil. Zuerst wohnten die beiden im alten Bauernhaus im Gütsch. Ihre Leidenschaft, im alten Ofen Brot zu backen und damit die Freunde und Familien zu beschenken, war gross.
Als ihre Tochter Heidi im Jahr 1991 nach einem schweren Unfall verstarb, war für sie dieses Hobby ein grosser Trost.
Ruth und Kaspar zügelten später in die Eigentumswohnung Neuheim 4, wo sie miteinander angefangen hatten den Lebensabend zu geniessen. Sie freute sich an den Blumen und an der gepflegten Umgebung. Wegen der schweren Krankheit musste sie dann alles aufgeben.

Am 19. Oktober haben wir Ruth in unserem Gemeinschaftsgrab zur letzten Ruhestätte begleitet. Möge sie von Gott zum ewigen Gastmahl geladen und mit dem Himmelsbrot gestärkt werden.

 

 

Oktober 2013

Lilly Vogler-Merk, Betagten-Zentrum Dösselen,
ehemals Breite 5.

Frau Lilly Vogler war die Mutter unserer Sakristanin Ruth Ulmi.

Lilly Merk wurde am 7. Juni 1919 in Laufen-Uhwiesen am Rheinfall geboren. Dort besuchte sie die Primar- und Sekundarschule. Sie erlebte zusammen mit Bruder Paul und Schwester Olga eine schöne Jugendzeit.
Da es zu jener Zeit noch nicht üblich war, dass auch Mädchen eine Lehre absolvierten,war sie an Haushaltstellen oder im Service tätig. An eine Wintersaison-stelle in einem Sportgeschäft in Arosa hatte sie besonders schöne Erinnerungen. Sie durfte erste Versuche im Skifahren machen oder erlebte mit den anderen Angestellten einen Silvesterball.

Mit 20 Jahren absolvierte sie die Luftschutz-RS in Bellinzona, wo sie zur Funkerin ausgebildet wurde. Das war für sie eine ganz besonders erlebnisreiche Zeit.
Im Jahr 1947 lernte sie dann an einer, wie man damals sagte, Abendunterhaltung im Schloss Laufen am Rheinfall Jakob Vogler kennen. Die beiden heirateten am 10. April 1948. Am 12. Februar 1949 wurde ihnen Sohn Hans-Peter geschenkt. Doch nach acht Monaten mussten sie ihn bereits wieder gehen lassen. Der kleine Bub starb am 28. Oktober 1949 an einer Hirnhautentzündung.

Gross war die Freude, als Lilly am 20. Dezember 1950 Tochter Ruth in die Arme schliessen durften.
In den folgenden Jahren war sie vor allem als Hausfrau und Mutter tätig. Sie litt aber fast täglich an Migräne- schmerzen. Die Medikamente zu deren Bekämpfung hinterliessen im Laufe der Jahre leider auch Spuren.

Im Jahr 1985 verliess sie zusammen mit Jakob schweren Herzens das Zürcher Weinland und zog nach Hochdorf, um in der Nähe der Tochter zu wohnen. Im Dezember 1987 zügelten sie nach Ballwil, wo ihr Ehemann nach nur drei Wochen an Leukämie verstarb. Frau Vogler zügelte darauf in eine Alterswohnung in der Breite 5 und freute sich über ihren Lebensabend.
Sie genoss es, wenn sie jeweils am Sonntag zum Mittagessen von Ruth und Georges eingeladen wurde. Liess das Wetter am Nachmittag noch eine Ausfahrt über Land zu, war der Tag für sie perfekt. Auch Ausflüge mit dem Car wusste sie zu geniessen.

Im Laufe der Zeit machte sich bei ihr eine Demenzerkrankung bemerkbar. Nach dem kurzen Spitalaufenthalt war der Eintritt ins Betagten-Zentrum Dösselen unumgänglich.

Nach zehn  Jahren Aufenthalt im Betagten-Zentrum durfte Lilly in der Nacht vom 7. Oktober friedlich einschlafen. Ihr Wunsch, unter dem "Bäumli" beerdigt zu werden, konnte ihr erfüllt werden. Am Samstag,  12. Oktober, hatte sie im Gemeinschaftsgrab ihren letzten Ruheort gefunden. Lilly Vogler hat gerne gesungen. Sie möge nun im Chor der Auferstandenen kräftig miteinstimmen.

 

 

August 2013

Eva Haas-Keller, Bahnhofstrasse 4
Am 31. August haben wir Eva Haas auf unserem Friedhof zur letzten Ruhe begleitet.

Eva erblickte am 15. Mai 1958 als drittes Kind der Familie Keller in Horgen das Licht der Welt. Zusammen mit den drei Schwestern durfte sie eine fürsorgliche und einfache Kindheit erleben. Ihre Jugendzeit war geprägt von schwierigen familiären Verhältnissen. Die Mutter litt schon früh unter chronischer Arthritis und musste zur Behandlung nach Zürich. Als Jüngste hatte Eva die Mutter oft begleitet. Diese unfreiwilligen Ausflüge waren belastend, wie sie später erzählte.

Die Schule besuchte Eva in Horgen und nach der Konfirmation verbrachte sie ein Jahr im Mädcheninternat in Lucens. Zurückgekehrt machte sie eine Berufslehre beim Postcheckamt. Eva war sehr unternehmungslustig und ging oft auf Reisen. Sie besuchte ihre Schwester Ruth in Kanada und lebte dort für einige Monate als Au-pair. Zurück in der Schweiz wurde es Eva bald wieder zu eng. Sie reiste nach Südafrika und arbeitete dort ein Jahr lang. Danach fand sie bei Avis Luzern eine Anstellung. An der Fasnacht 1995 lernte sie ihren zukünftigen Partner, Robert Haas, kennen. Ein Jahr später heirateten die beiden standesamtlich und nahmen Wohnsitz in Luzern. Bald einmal wurden sie glückliche Eltern der Tochter Sarah.

1999 zügelte die Familie nach Ballwil. Hier im Dorf fühlte sich die Familie daheim. 2005 entschlossen sie sich, in der Pfarrkirche, auch vor Gott, zu heiraten.

Heilen und anderen Menschen helfen wollen, hat Eva immer wieder fasziniert. So machte sie die Shiatsu-Ausbildung und diverse Massagekurse. Sie eröffnete im Jahre 2001 in den Räumlichkeiten von Madlen und Sigi Fässler an der Dorfstrasse eine Shiatsu-Praxis.

Besinnliche Momente und Begegnungen mit Menschen bedeuteten ihr viel. Sie gestaltete mit Begeisterung mehrere Adventsfenster und engagierte sich auch in der Drittweltgruppe Hermanos. Das Kochen im Streicher-Lager der Musikschule Hochdorf machte ihr Spass. Eva zeigte sich in ihrem Leben in unterschiedlichen Facetten: einerseits als lebenshungrigen, humorvollen und kontaktfreudigen Menschen, anderseits als suchende, rastlose, verzweifelte Frau. Für Robert und Tochter Sarah und alle, die Eva gekannt haben, ist es schwierig anzunehmen, dass sie an jenem Morgen den Willen zum Weiterleben verloren hat.

Möge sie nach der durchlittenen Dunkelheit das Licht in Gott finden.

 

 

April 2013

Anna Riechsteiner- Kathriner, Ambar 8
Nach einem schönen Sonntagsausflug am 14. April erlitt Anna einen schweren Herzinfarkt. Drei Tage später wurde sie von ihren Leiden erlöst.
Das Licht der Welt erblickte Anna am 23. Juli 1921 auf der Holzmatt, auf einem kleinen Gehöft in Wilen ob Sarnen. Ihre Mutter starb kurz nach der Geburt ihres fünften Kindes. Damals wurden die Kinder in verschiedene Familien verteilt. Zusammen mit ihrer Schwester Rosa kam sie zu ihrer Tante. Es war eine Zeit, geprägt von tiefer Religiosität und herzlicher Fröhlichkeit, aber auch von harter Arbeit.

Nach dem Abschluss der obligatorischen Schule trat Anna die erste Arbeitsstelle als Magd bei einem Grossbauern in der Region an. Sie hatte das Glück, im Institut Melchthal einen Haushaltskurs besuchen zu können. Daraufhin folgten weitere Stellen in Grosshaushalten. In Luzern lernte sie Andreas Riechsteiner kennen. Im Jahre 1945 hatten die beiden geheiratet. Das erste gemeinsame Domizil war in Ermensee, wo Anna ihren sechs Kindern das Leben schenkte.
Die Jahre in Ermensee waren für das Paar eine schwierige Zeit, geprägt von harter Arbeit, Verzicht, Verantwortung und Pflicht. In nächtelanger Arbeit strickte und nähte sie aus alten Kleidern und Stricksachen neue Kleider. Daneben galt es, den Haushalt zu führen und den Pflanzplätz zu pflegen.

Mit dem Umzug nach Ballwil begann für sie ein neuer Lebensabschnitt. Nachdem die 
Kinder allmählich das Elternhaus verlassen hatten, kam die Zeit, wo die beiden gemeinsame Ausflüge oder auch grössere Reisen unternehmen konnten. Leider wurde dieses neu gefundene Lebensglück durch den frühen Tod ihres Mannes, im Jahr 1974, jäh unterbrochen.
Mit viel Engagement und Freude widmete sie sich  fortan vermehrt dem Samariterverein, der Feuerwehr und der Arbeit als Haushalthilfe in Familien, wo ihre  Hilfe überaus geschätzt wurde. Auch konnte sie sich dem liebgewonnen Hobby "Reisen" vermehrt widmen.
Im Alter von 70 Jahren lernte sie ihren späteren Lebenspartner Felix kennen. Glück und Harmonie prägten während Jahren ihren Alltag.
Als Felix krank und pflegebedürftig wurde, pflegte sie ihn vorbildlich bis zu seinem Tod in ihrer Wohnung.

Nach dem Tod von Felix schien ihr Lebenselan nachgelassen zu haben. Es meldeten sich bei ihr ernsthafte gesundheitliche Probleme. Sie aber erholte sich immer wieder. Ein freudiger Höhepunkt in dieser schwierigen Zeit war ihr 90. Geburtstag, den sie zusammen mit der Familie, den Gross.- und Ugrosskindern feiern durfte. Als sie letztes Jahr erneut ins Spital eingeliefert werden musste, liessen ihre Kräfte allmählich nach. So durfte sie am 17. April in die ewigen Osterfreuden eingehen.

 

 

April 2013

Margrit Krebs-Teufer, Ambar 15
Margrit wurde am 19. Mai 1930 als Tochter des Melchior und der Frida Teufer- Bucher geboren. Seit1981 wir sie mit Kari Krebs verheiratet und seit 1983 wohnten die beiden In Ballwil. In den letzten Jahren machte ihr die Gesundheit sehr zu schaffen, sodass sie die Wohnung nicht mehr verlassen konnte. In der Nacht vom Palmsonntag musste sie notfallmässig ins Kantonsspital eingeliefert werden. Am Ostersonntag Mittag hat sich ihr Lebenskreis geschlossen.

Möge sie jetzt mit Maria Magdalena, der ersten Zeugin der Auferstehung, dem auferstandenen Bruder Jesus Christus begegnen.

 

 

März 2013

Anna Schurtenberger-Vogel, Heim Chrüzmatt Hitzkirch, ehemals Neugrüt, Ottenhusen

Am 16. März durfte Anna Schurtenberger im Pflegeheim Chürzmatt in Hitzkirch für immer ihre Augen schliessen.

Anna wurde am 13. Oktober 1929 auf dem elterlichen Hof in Unterwieden bei Sempach Station geboren. Dort ist sie zusammen mit sechs Geschwistern aufgewachsen. Nach dem Schulabschluss arbeitete sie mit ihrer Cousine Marie ein Jahr im Tessin. Diese Zeit in der Klinik St Anna, in Sorrento, war für sie eine lehrreiche und glückliche Zeit. Während den folgenden Jahren hat sie auf dem elterlichen Bauernhof mitgeholfen. Dort entdeckte sie auch die Freude an der Musik und lernte Handorgel spielen. Bei einem Jodlerkonzert begegnete sie ihrem zukünftigen Mann Josef Schurtenberger von Blatten. Schon bald haben sie Hochzeitspläne geschmiedet. Für ihren Beruf als Bäuerin hat sie sich in der Schule in Pfäffikon vorbereitet.  Bereits mit 22 Jahren heirateten die beiden und bewirtschafteten den elterlichen Hof in der Sentimatt in Blatten. Zwei Jahre später, im Herbst 1954, haben sie den Hof im Neugrüt gekauft.

Im Verlauf der Jahre wurde sie Mutter von zehn Kindern. Die Arbeit im Haus und auf dem Hof war für sie gross. Dazu kam noch, dass sie einige Jahre auch ihre betagte Mutter pflegte.

Doch sie fand immer auch Zeit zum Singen und Handorgel spielen. Während mehreren Jahren hat sie im Frauenchörli Ballwil mitgesungen. Bei all diesen Herausforderungen galt für sie der Leitspruch: Alles zur Ehre Gottes!

Vor fünf Jahren starb ihr Mann Josef. Dieser Verlust schmerzte sie sehr. Allmählich machte sich bei ihr die Demenzkrankheit bemerkbar. Die Hospitation, zuerst im Heim Ibenmoos und später im Pflegeheim Chrüzmatt, war notwendig. Hier durfte sie eine liebevolle Betreuung erfahren und trotz allem hatte sie den Humor nie verloren. Leider konnte sie auch nicht mehr Handorgel spielen. Aber noch lange hat sie die Lieder "So nimm denn meine Hände"  und das Gutenachtlied  "Leise sinkt der Abend nieder" gesungen.

Möge sie jetzt nach dem Abend des Lebens den Ostermorgen in Gott erleben.

 

 

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März 2013

Sr. Maria Helena Weber, Kloster Frauenthal

Aus dem Kloster Frauenthal erreicht uns die Nachricht, dass am 8. März 2013 Sr. Helena im hohen Alter von 91 Jahren in die ewige Freude Gottes eingehen durfte. Marie Weber, die leibliche Schwester der beiden Brüder Jakob und Xaver Weber, kam am 13. April 1922 im Kramis, Ballwil auf die Welt.

Am 14. April 1954 ist sie ins Kloster Frauenthal eingetreten und hat am 20. März 1956 auf den Namen Sr. Maria Helena die Profess abgelegt. Ihr Ordensleben war geprägt von Gebet, aber auch von vielen kleinen Diensten in der Küche, im Garten und auf dem Feld. In den letzten Jahren wurde sie pflegebedürftig. Nun ist sie von ihren Leiden erlöst worden. So hoffen wir, dass sie bei der ewigen Anbetung Gottes auch uns Ballwilerinnen und Ballwiler einschliessen wird.

 


März 2013

Bernadette Schweizer-Lang, Morgartenring 179, Basel
Am 16. März haben wir Bernadette Schweizer hier auf unserem Friedhof zur letzten Ruhe begleitet. Es war ihr ausgesprochener Wunsch, einmal hier in Ballwil beigesetzt zu werden. Sie war in Ottenhusen aufgewachsen und mit Ballwil stets verbunden durch den Kontakt mit ihrer betagten Mutter.

Am 7. August 1956 kam sie als achtes von neun Kindern zur Welt. Ihre Eltern Theres und Hans Lang wohnten damals in Ottenhusen. Nach der obligatorischen Schulzeit wählte sie den Beruf der Krankenpflegerin. Sie war verheiratet mit Reto Scheizer aus Basel. In den letzten Jahren hatte sie öfters gesundheitliche Probleme. In der Nacht vom 9. März starb sie an den Folgen eines Herzschlags. Ihre Angehörigen sind dankbar, dass sie ihr den letzten Wusch erfüllen konnten. Gott möge sie nun teilhaben lassen an den ewigen Osterfreuden.

 

 

Januar 2013

Walter und Katharina Estermann-Heim, Betagtenzentrum Dösselen, Eschenbach, früher Dorfstrasse 5
(11.September 1915 / 20. März 1923),
Viele Jahre war das Ehepaar Estermann an der Dorfstrasse 5 wohnhaft gewesen. Miteinander hegte  und pflegte das Paar dort das kleine Einfamilienhaus und die Umgebung. Als Katharina immer pflegebedürftiger wurde, kam sie ins Betagtenzentrum Dösselen nach Eschenbach. Da sie aus Eschenbach stammte, plante sie schon immer, dass sie einmal dorthin zurückgehen würde.
Etliche Jahre blieb dann Walter allein im Haus zurück. Bescheiden und zufrieden feierte er dort seine hohen Geburtstage der Neunziger Jahre, bis auch er immer pflegebedürftiger wurde. Wie seine Frau, durfte er alsbald auch die guten Dienste im Betagtenzentrum erfahren. In der Weihnachtszeit wurde er von Gott ins himmlische Bethlehem heimgerufen.
Am Samstag, den 5. Januar, wurde Walter auf dem Friedhof in Eschenbach beerdigt.

Wenige Tage später wurde auch seine Frau Katharina von den Altersbeschwerden erlöst. Am 10. Januar ist auch sie nach Bethlehem aufgebrochen.

Es sah so aus, als hätte ihr Mann Walter sie zu sich gerufen, damit sie miteinander zur Krippe gehen können. Zusammen mit den Hirten und Weisen mögen sie nun ewige Weihnachten und die Anbetung Gottes erleben.

 


Dezember 2012

Karl Meier, Betagten Zentrum Sonnmatt, früher Haus «Zur alten Post»
Karl war in unserem Dorf eher unbekannt. Still und bescheiden lebte er in der obersten Wohnung der alten Post.
Am 29. Oktober 1924 kam er in Niederuzwil SG auf die Welt. Dort besuchte er die Schulen und machte später in St. Gallen die Lehre als Elektormechaniker. Diese schloss er mit ausgezeichnetem Erfolg ab. Dann arbeitete er als Feinmechaniker beim Telegrafenamt und kam bald zur SBB, zuerst nach Olten und dann nach Luzern. Hier arbeitete er bis zu seiner Pensionierung.
Nach dem Tod seines Vaters nahm er seine Mutter zu sich und betreute sie bis zu ihrem Tod.
Als sein Bruder Albert 1974 nach Kanada auswanderte, blieb er hier als einziger der Familie zurück. Doch der Kontakt wurde rege gepflegt. So besuchten sie sich gegenseitig und Karl wusste die vielen Reisen zu geniessen. Als alleinstehender und pflegebedürftiger Mann kam er, in die Jahre geklmmen, ins Betagtenheim Sonnmatt nach Hochdorf. Dort durfte er am Sonntag, 30. Dezember, friedlich für immer einschlafen. Auch er wurde zur Krippe gerufen und darf nun den ewigen Weihnachtsfrieden erfahren.

 

 

November 2012

Margrith Portmann, Rosenhügel
Als Tochter der Emilie und des Albert Portmann-Wicki erblickte sie am 2. Oktober 1942 das Licht der Welt. Im Hinterkramis ist sie zusammen mit ihren sechs Geschwistern aufgewachsen. Als sie sieben Jahre alt war, hat die Familie ihren Vater verloren. Das waren harte Zeiten. So ging Margrith mit 14 Jahren in den Landdienst. Hier hatte sie einen psychischen Zusammenbruch erlebt, von dem sie sich nie mehr erholte. So lebte sie ganz bescheiden mit ihrer Mutter zu Hause, bis sie mit ihr zusammen im Jahre 1998 ins Heim Rosenhügel zügeln konnte. Das war die schönste Zeit ihres Lebens. Mit kleinen Aufgaben wurde sie ins Alltagsleben einbezogen. Jede Pflanze, Blume und Vogel in der Natur bereiteten ihr viel Freude. In der Bastelstunde blühte Margrith sichtlich auf. Das Handorgelspielen, vor allem der Grittli- und der Schneewalzer, bereitete ihr grosse Freude. Vor kurzem zeigte sich bei ihr eine unheilbare Krankheit. Ein Herzversagen am Abend des 7. November hat sie vor Vielem 
bewahrt. Möge ihr an der Weihnachtskrippe ein wohlverdienter Platz geschenkt werden.

 


Oktober 2012

Elisabeth Estermann-Holzmann, Rosenhügel
Eindrücklich, wie Lisaly, so wurde sie von allen genannt, ihren Lebenslauf selber verfasst hat.

So schrieb sie, dass sie am 6. August 1920 in Reinach geboren wurde und zusammen mit vier Geschwistern aufgewachsen sei. Da ihre Eltern Wirtsleute waren, zügelte die Familie nach Unterkulm, dann nach Beromünster und schliesslich nach Perlen. Ihr Wunsch, Französisch zu lernen, ging ihr mit einer Stelle in Paris in Erfüllung. Später folgte noch ein Sprachaufenthalt im Tessin.
Als ihre Mutter krank wurde, musste sie nach Hause gehen und im Betrieb mitarbeiten. Später folgten noch weitere Anstellungen im Hotelbetrieb, bis sie dann erneut heimkommen musste, um zu Hase mitzuhelfen, weil ihr Vater starb. Bald lernte sie Willi Erstermann kennen, den sie heiratete und eine eigene Familie gründete. In Ottenhusen übernahmen sie das kleine Lebensmittelgeschäft. Nach vierzig Jahren verkauften sie die Liegenschaft und zügelten ins Dorf Ballwil, an die Neuheimstrasse 8. Hier durften sie miteinander einen schönen Lebensabend verbringen, bis ihr Mann einen Schlaganfall erlitt und ins Altersheim Rosenhügel umziehen musste. Täglich hat sie ihn besucht, bis er ihr dann im Jahre 2004 im Tod vorausgegangen ist.
Auch bei ihr machten sich dann allmählich Altersbeschwerden bemerkbar. So schrieb sie: ?Meine Gesundheit hat sich gebessert, noch nicht hundert Prozent, aber das kann ich auch nicht so schnell erwarten. Nun warte ich noch, bis ich mich entschliessen kann, ins Altersheim Rosenhügel zu gehen. "Kommt Zeit, kommt Rat! "Den kurzen Traum vom Opel Corso habe ich ausgeträumt. Ich hab mich entschlossen, das Autofahren aufzugeben, für immer. Aus, Ende, Schluss!"

Am 28. Dezember des letzten Jahres zügelte sie in den Rosenhügel. Hier durfte sie noch ein paar gemütliche Monate erleben. Nach einer kurzen Krankheit durfte sie am Abend des 22. Oktober ihren Lebenskreis schliessen.

So möge Lisaly nach den Strapazen des Lebens in Gottes Ruhe und Geborgenheit weilen.

 


Oktober 2012

Josef Huber, Gorgen
Am Mittwoch, den 17. Oktober, wurde Josef Huber nach dem Abschiedsgottesdienst im Familiengrab beigesetzt.

Nach einer schweren Krankheit durfte er am Abend des 6. Oktober friedlich einschlafen. In sechs Stichworten wurde sein Leben zusammengefast: leben, kämpfen, lachen, arbeiten, leiden und hoffen.

Am 19. April 1950 wurde er als Sohn der Martina und des Josef Huber-Lindegger geboren. Die Ärzte hatten ihn schon aufgegeben. Aber Seppi kämpfte mit seinen Eltern weiter. Diesen Lebenswillen hat er bis zuletzt behalten. Nach der obligatorischen Schulzeit konnte er sich seinen Berufswunsch erfüllen. Bei den Gebrüdern Bachmann durfte er die Anlehre als Schreiner absolvieren. Dieser Arbeitsplatz wurde für ihn zu seiner Lebensstelle. Letztes Jahr durfte er dort sein 45-jähriges Arbeitsjubiläum feiern. Nach Feierabend war für ihn die Arbeit noch nicht zu Ende. Zu Hause im Gorgen hat er auf dem Hof stets mitgearbeitet, sei es im Stall oder im Haus. Wo Arbeit war, war auch Seppi. Dabei hat er aber seine Fröhlichkeit nicht verloren. Er lachte gerne und liebte das gesellige Beisammensein, ein feines Essen und einen zünftigen Jass. Selbst dann, als ihm  die Nachricht von der unheilbaren Krankheit mitgeteilt wurde, hat er den Mut und den Humor nicht verloren. Der Wunsch und die Hoffnung auf die Pensionierung ging ihm nicht in Erfüllung. So  möge Seppi in Gottes Geborgenheit und Frieden das Wiedersehen mit seinen Eltern und seinem Bruder erleben.

 

 

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September 2012

Regina Wehrle-Keller, Breite 5
Regina Wehrle hat ihre letzte Reise in den frühen Morgenstunden des 3. September angetreten. Regina ging ihr Leben lang gerne auf Reisen.

Begonnen hat ihr Unterwegssein am 22. Mai 1931 in Sarnen.
Nach der Schulzeit machte sie die Schneiderinnen- lehre. Für diese Ausbildung ging sie nach Paris und München. Hier lernte sie auch ihren Mann kennen. Die beiden haben 1955 geheiratet.
Im Verlauf der Jahre kamen zwei Söhne und eine Tochter hinzu. Diese ging ihr bereits 2003 im Tod voraus und ebenfalls ihr Mann vor fünf Jahren.
Vor 16 Jahren kam Regina nach Ballwil in die Alterswohnung, Breite 5. Wie sie selber sagte, durfte sie hier die schönste Zeit ihres Lebens verbringen. Hier hatte sie auch die Gelegenheit wahrgenommen, auf Tagesreisen zu gehen. Ein schwerer Hirnschlag durchkreuzte ihre Reisepläne. Nach einem kurzen Spitalaufenthalt kam sie ins Pflegeheim Sonnmatt. In den frühen Morgenstunden des 3. September durfte sie friedlich für immer einschlafen. Nun hat sie das Ziel ihrer Reise durchs Leben erreicht.

 

 

August 2012

Josef Schorta, Heim Sonnmatt Hochdorf, ehemals Neuheim Ballwil
Mit der selbst verfassten Todesanzeige hat sich Josef Schorta von uns verabschiedet. Am 31. August wurde er im Gemeinschaftsgrab beigesetzt.

Geboren wurde er am 27. März 1923 in Othmarsingen, wo er die Schulen besuchte und die Lehre als Velomechaniker absolvierte. Als leidenschaftlicher Radfahrer machte er die Radfahrer RS in Winterthur und liess sich dann noch zum Grenadier ausbilden. Verständlich, dass das Militär zu seiner Leidenschaft gehörte.

Am 27. Febraur 1956 heiratete er Hedwig Schatzmann aus Baden. Leider blieb die Ehe kinderlos. Später war dann auch noch eine schwere Lungen- und Nieren- Tuberkulose für den leidenschaftlichen Radfahrer ein schwerer Schlag.

Vor 15 Jahren musste er sich auch einem schweren Augenleiden stellen. Als dann im Jahre 2005 seine Gattin Hedi starb, wurde es einsamer um ihn. Zusätzlich schwächten ihn auch noch verschiedene Krankheiten. Dank der Unterstützung verschiedener «guter Geister» konnte er nach einem Spitalaufenthalt wieder in seine Wohnung zurückkehren. Doch im Frühling dieses Jahres wurde eine Einweisung ins Pflegeheim unumgänglich. Nach einem weiteren Spitalaufenthalt hat sich am 11. August sein Lebenskreis geschlossen.

 

 

Juli 2012

Maria Rey-Rüttimann, Betagtenzentrum Dösselen,
früher Ambar

Am 19. Juli hat sich der Lebenskreis von Marie Rey nach 97 Jahren geschlossen. Erstaunlicherweise hat sie bereits im Jahre 2003 ihren Lebenslauf selber verfasst.
Am 9. Oktober 1915, am Kilbisonntag, mitten im 1. Weltkrieg, wurde sie als viertes Kind der Anna und des Jakob Rüttimann-Sigrist in Hohenrain geboren. Mit drei Schwestern und drei Brüdern erlebte sie die Kinder- und Jugendzeit auf dem Bauernhof in Oberebersol. Ein Bruder starb mit vier Jahren.
Die Primarschule besuchte sie in Hohenrain. Für die Sekundarschule nach Hochdorf musste sie einen weiten Weg unter die Füsse nehmen. Ihre Jugend wurde getrübt durch die lange Krankheit ihrer Mutter, die dann mit 46 Jahren starb. Für die ganze Familie war das eine ganz schwierige und traurige Zeit. Etwas Abwechslung brachte ihr das Singen im Kirchenchor und das Theaterspielen auf der Bühne von Hohenrain.
Mit 18 Jahren trat sie in Lugano eine Stelle als Haushalthilfe an. Mit dieser Familie blieb sie zeitlebens verbunden. Später führte sie weitere zwei Jahre einen Geschäftshaushalt in Luzern. In dieser Zeit lernte sie Hans Rey kennen. Sie heirateten am 14. April 1941 in der Wallfahrtskirche Hergiswald. Im neuerbauten Dreifamilienhaus der Schwiegereltern in Oberebersol durften sie einziehen. Ihr Mann betrieb dort eine Schuhmacherwerkstatt. Sie freuten sich sehr über die Geburt ihrer Tochter Clara und ihres Sohnes Hans.
Später zog die Familie nach Ballwil, wo sie ein Schuhgeschäft mit Werkstatt führten. Nebst Haushalt und grossem Garten war sie auch im Laden und mit der Buchhaltung beschäftigt.
Nach der Geschäftsaufgabe in den siebziger Jahren zügelten sie in das Haus der Familie Sigrist an der Dorfstrasse 19 und später in den Ambar. Nun hatte Maria Zeit für die Enkelkinder. Sie pflegte auch ihre Hobbys: im Garten arbeiten, Stricken und Tagebuch schreiben. Auch gönnte sie sich mit ihrem Gatten ein paar Tage Ferien im Appenzellerland, in Bad Ragaz und vor allem in Lugano.
Im Jahre 1990 starb ihr Gatte Hans nach längerer Krankheit. Jetzt musste sie sich ans alleine Leben gewöhnen. Im September 1997 wurde sie von einem weiteren Schicksalsschlag heimgesucht. Ihr Sohn Hans starb an den Folgen eines Hirnschlages. Nur mit viel Gottvertrauen und lieben Menschen konnte sie diesen Schicksalsschlag verkraften.
Nach verschiedenen Operationen entschloss sich Maria, mit 87 Jahren ins Betagtenzentrum Dösselen zu ziehen. Der Abschied von Ballwil war für sie nicht leicht und an die neue Atmosphäre im Altersheim musste sie sich erst gewöhnen. Für die gute Betreuung, das schöne helle Zimmer und das feine Essen war sie sehr dankbar.
Als sich immer mehr Altersbeschwerden zeigten, wurde der Rollstuhl ihr Begleiter. Ihre Selbstständigkeit wurde zusehends eingeschränkt. So durfte sie am 19. Juli für immer ruhig einschlafen. Möge sie nun das langersehnte  Wiedersehen mit ihrem Gatten und ihrem Sohn erleben.



Juli 2012

Barbara Stierli-Jung, Heim Sonnmatt
Barbara Stierli durfte am 13. Juli im Beisein ihrer Angehörigen für immer friedlich einschlafen.
Als Jüngstes von 12 Kindern kam Barbara am 3. März 1926 in Müswangen auf die Welt. Wie es damals so üblich war, war sie nach der Schulzeit in der verschiedenen Stellen tätig. Nach der Heirat mit Emil Stierli durften sie glückliche Eltern von einem Sohn und zwei Töchtern werden. 1977 kam die Familie nach Ballwil. Die Liebe zur Natur, die geliebten Wanderungen und ihre Gastfreundschaft bei den lustigen Jass-Runden gehörten zu ihren Glücksmomenten. Gäste waren bei ihr immer willkommen. Als ihr Mann krank und pflegebedürftig wurde, pflegte sie ihn daheim bis zu seinem Tod.
Nach 32 Jahren in Ballwil musste sie krankheitshalber ins Heim Sonnmatt zügeln. Dort wurde sie liebevoll umsorgt und gepflegt. So durfte sie noch ein paar schöne Tage erleben.
Nun wünschen wir ihr, dass sie das Wiedersehen mit ihrem Mann feiern kann.

 

 

Mai 2012

Arthur Grüter, Gibelflüh 2

Am 17. Mai wurde Arthur nach längerer, schwerer Krankheit von seinen Leiden erlöst.
Arthur, genannt Thuri, erblickte am 4. Dezember 1952 als jüngstes Kind der Paula und des Anton Grüter?Portmann in Emmen das Licht der Welt. Thuri durfte zusammen mit sieben Geschwistern aufwachsen.
Er war ein aktiver, begeisterter Fussballspieler. Die vielen Sportunfälle setzten seiner Gesundheit zu. So konnte er das Sportgeschehen nur noch vor dem Fernseher und in der Zeitung verfolgen.
Vor zehn Jahren kam er mit seiner kleinen Firma nach Gibelflüh. Sein exaktes Schaffen war vielen bekannt. Die Arbeit und die Familie wurden für ihn zu seinem Hobby. Sein grosser Stolz waren für ihn die beiden Grosskinder, die er sehr genoss und mit denen er noch viel vorhatte. Leider kam es nicht mehr dazu.
Am 23. August 2010 wurde bei ihm Krebs diagnostiziert. Er hatte gekämpft, gehofft und auch gelitten. Sein Mut war bewundernswert gewesen.
Als ihn dann seine Kräfte immer mehr verliessen und er immer schwächer wurde, musste Thuri in die Palliativpflege ins Betagtenzentrum Eichhof verlegt  werden. Hier durfte er eine sehr gute Pflege und Hilfe erfahren. Am Auffahrtstag ist er für immer friedlich eingeschlafen. Er möge nun ruhen im Frieden.

 

 

Mai 2012

Oskar Gehrig, Urswilstrasse 4
Am 20. Januar 1935 wurde Oskar als Sohn des Anton und der Emma Gehrig-Stalder geboren. Zuerst wohnte die Familie in Eschenbach und kam dann nach Ballwil.
Oskar wuchs in einer Gross-familie mit 17 Geschwis-tern auf. Er selber pflegte den Beruf als Händler. Als sein Vater alt und pflegebedürftig wurde, sorgte Oskar, zusammen mit den Haushaltshilfen, für ihn.
Bereichernd war für Oskar die Beziehung zu seiner Tochter und später auch zu ihrer Familie, die er bis zu seinem Tod gepflegt hatte. Eine schöne Zeit durfte er zusammen mit seiner Lebenspartnerin Agi Wisler verbringen. Ihr plötzlicher Tod im Herbst 2003  schmerzte ihn sehr. So war es auch sein Wunsch, einmal in ihrer Nähe beerdigt zu werden.
Vor längerer Zeit machte sich bei ihm eine unheilbare Krankheit bemerkbar. Am 8. Mai hat er sein Leben dem Schöpfer allen Lebens zurückgegeben.

 

 

April 2012

Marie Winiger-Huber, Ottenhusen
Ihr Lebensweg begann am 15. Februar 1923 in Ottenhusen, wo sie in der Familie Huber-Feer als Jüngstes von fünf Kindern  in liebevoller Umgebung aufwuchs.
Sie besuchte die Primarschule in Ballwil, die Sekundarschule in Hochdorf.
Bei einer Familie In Zug absolvierte sie das Haushaltlehrjahr und später bildete sie sich mit Kursen weiter, um das Rüstzeug zur Bäuerin zu holen.
Am 12. September 1950 gaben sich Josef Winiger und Marie Huber in Sachseln das Jawort. Ihre Ehe war geprägt von Liebe und gegenseitigem Respekt. Sie wurden Eltern von Maria, den Zwillingen Lisbeth und Margrit, Sepp, Rita und Hans.
Der grosse Gemüsegarten und die alljährliche Blumenpracht am und um das Haus war ihr grosses Hobby.
Ein neuer Lebensabschnitt begann, als sie zusammen mit ihrem Mann ins neu erstellte Stöckli zog und sie den Hof an die nächste Generation weitergaben.
Als unser Vati schwer erkrankte nahm Mueti dies mit Gottvertauen hin und pflegte ihn liebevoll bis zu seinem Tod. 
Durch tägliches Zeitungslesen war sie gut über das Weltgeschehen informiert. Auch das Jassen  wurde zu einer weiteren Leidenschaft. Sie spielte bis kurz vor dem Tod, oft mit Grosskindern, alle Varianten unglaublich gut und konnte sich über einen Sieg herzhaft freuen. Am 25. April war ihre Lebensuhr plötzlich abgelaufen. Nach einem Herzinfarkt hat sie die Augen für immer geschlossen. Mit Christus, dem Auferstandenen möge sie die ewige Gastfreundschaft erleben.

 

 

April 2012

Beat Fleischli-Buchmann, Fuhr 1
Mitten in der Vorbereitungszeit auf den Weiss-sonntag wurde die Freude getrübt durch die Nachricht vom tragischen Unfalltod von BeatFleischli.
Am 11. Juli 1965 kam Beat als fünftes von acht Kindern der Emma und des Erwin Fleischli auf die Welt. Zusammen mit seinen Geschwistern erlebte er auf dem grossen Bauernhof in der Neufuhr eine unbeschwerte Jugendzeit. Viele schöne Freundschaften aus der Schulzeit sind bis zuletzt gepflegt worden.
Für Beat war es bald einmal klar, dass er den Beruf als Bauer wählen wollte. So hat er vor zwanzig Jahren den Bauernhof von seinem Vater übernommen. Aus der Ehe mit Veronika Buchmann gingen vier Kinder hervor. Die Familie bedeutete ihm sehr viel. Doch bei ihm kamen auch die Hobbys nicht  zu kurz. Die Geselligkeit bei einem Jass, die Jagd, das Velofahren und die Ausflüge zusammen mit Vroni auf dem Töff wusste er zu geniessen. Die unvergessliche Reise mit seiner Familie nach Brasilien in den Fasnachtsferien wurde nichts ahnend zum letzten gemeinsamen Erlebnis. Der tragische Arbeitsunfall auf dem Hof hat allen Plänen und Träumen ein jähes Ende gesetzt. In der Osterzeit wurde Beat auf unserem Friedhof, an einem Ort, wo man den Blick auf seinen geliebten Hof hat, beigesetzt. Christus, der Auferstandene möge ihm entgegenkommen.

 

 

April 2012

Ottilia Quartenoud-Villiger, Neuheim 6
Bereits am Montag in der Karwoche ist Ottilie zum ewigen Osterfest aufgebrochen. Nach einer kurzen, schweren Krankheit konnte sie bewusst zu ihrem Sterben ja sagen.

Am 20. Februar 1949 wurde den Eltern Johann  und Ottilia Villiger-Furrer in Alikon ihr erstes Kind geschenkt. Als Älteste, mit drei weiteren Geschwistern, erlebte sie eine schöne Jugendzeit. Sie besuchte die Primarschule in Alikon und die Sekundarschule in Sins. Ein grosser Einschnitt in ihr Leben war der plötzliche Hinschied ihrer geliebten Mutter. Mit 15 Jahren fühlte sie sich für ihre Geschwister verantwortlich und übernahm die Rolle der Mutter.

Nach der Schule arbeitete Ottilia ein Jahr als Volontärin im Spital in Sion. Dort erlernte sie die französische Sprache. Verschiedene Stellen als Saallehrtochter und als Serviceangestellte brachten Abwechslung in ihr Leben. Mit ihren guten Französischkenntnissen fiel sie einem welschen Jungen auf. Schon bald wurde Liebe daraus. Um die Familie von Maurice kennen zu lernen, die Französische Sprache noch besser zu beherrschen und sich die Haushaltskenntnisse anzueignen, besuchte sie für ein halbes Jahr die Ecole Ménagère in Grangeneuve. Am 3. Oktober 1970 gaben sich Ottilia und Maurice das Jawort.

Im Verlaufe der Jahre wurden sie glückliche Eltern von Stefan und Cathrine. Ein Traum erfüllte sich für Ottilia und Maurice, als sie im Jahre 1981 in ihr Eigenheim am Neuheimweg 1 einziehen konnten. Hier war ihr Lebensmittelpunkt. Hier fanden sie viele Kolleginnen und Kollegen. Ein weiterer grosser Wunsch erfüllte sie sich mit der Reise zum Nordkap. Die Fahrt bis ans Ende der Welt und bei idealen Wetterbedingungen die Mitternachtssonne zu sehen, das war eine Sternstunde in ihrem Leben.

Die Kinder flogen aus und Ottilia beschloss, eine Weiterbildung als Bürofachfrau zu machen. Als Teilzeitangestellte arbeitete sie einige Jahre in Ballwil und seit 1997 hatte sie eine Anstellung bei der Firma  Balthasar in Hochdorf. Ein guter Ausgleich zur Büroarbeit war für sie der Garten. Sie war eine aktive Frau. So stellte sie ihre Dienste als Leiterin für das Altersturnen zur Verfügung.

Von einem Herzstillstand, den Ottilia im April 2010 erlitt, hatte sie sich gut erholt. Es folgte dann der Umzug in die Wohnung Neuheim 6, wo sich Ottilia und Maurice schnell eingelebt hatten.

Doch schon bald meldeten sich bei Ottilia erneut gesundheitliche Beschwerden. Die Ärzte konnten ihr nicht mehr helfen. Da entschied sich die Familie, Ottilia vom Spital nach Hause zu nehmen, um den letzten Weg gemeinsam zu gehen. Am Montag, den 2. April konnte sie im Kreise ihrer Familie einschlafen. Gott möge sie nun aufnehmen in die ewige Osterfreude.

 

 

März 2012

Xaver Winiger-Burri, ehemals Schlosshof
Am 16. März wurde Xaver Winiger im Alterszentrum  Eiche in Dagmersellen von seinen Altersbeschwerden erlöst.

Begonnen hat sein Leben am 5. August 1927 in Ottenhusen. Bereits mit 17 Jahren verlor er seinen Vater. Damals war das für eine Familie eine schwere Zeit. Nach der Schulzeit und der Ausbildung zum Landwirt heiratete er am 6. April Anna Müller vom Schlosshof. Mit unermüdlichem Einsatz und fachlichen Kenntnissen bewirtschaftete er den Hof. Im Verlaufe der Zeit wuchs die Familie auf 13 Kinder an.

Sein grosses Hobby war das Musizieren. So freute es ihn besonders, dass er diese Leidenschaft seinen Kindern weitergeben konnte. Unter dem Namen «Schlossmühle-Musikanten» wurden sie zu verschiedenen Anlässen eingeladen.

Ein harter Schicksalsschlag traf ihn, als seine Frau am 18. Oktober 1979 starb. Es war für ihn schwer, alleine für die grosse Familie und den Hof verantwortlich zu sein. Dank der tatkräftigen Mithilfe seiner Kinder gelang es ihm, die schwere Zeit zu überwinden. Glücklich war er, als er in Marlis Burri eine neue Lebenspartnerin fand. Sie war ebenfalls Witwe und Mutter von fünf Kindern. Zwei ähnliche Schicksale haben sich gefunden und beide versuchten so die Aufgaben des Lebens zu meistern. Im Jahre 1989 übergab er den Hof seinen beiden Söhnen, half aber gerne weiterhin bei der Arbeit mit. So stieg er mit 78 Jahren noch auf die Leiter, um die Bäume zu schneiden. Zusehends verschlechterte sich sein körperlicher Zustand und auch seine Frau Marlis hatte immer häufiger gesundheitliche Störungen. So beschlossen sie, miteinander ende Dezember 2010 in die alte Heimat von Marlis nach  Dagmersellen zu zügeln, er ins Alterszentrum und sie in eine nahestehende Alterswohnung, von der sie Xaver immer besuchen konnte.

Bei liebevoller Pflege konnte Xaver sein Leben loslassen und es Gott zurückgeben. Am 23. März wurde er im Gemeinschaftsgrab beigesetzt. Nach den Strapazen des Lebens möge Gott ihm den ewigen Frieden schenken.

 

 

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März 2012

Vreni Klingler-Roos, Abtwilstrasse 10
Vreni Klinger durfte nach einem kurzen Spitalaufenthalt am Samstag, den 10. März wieder nach Hause. Zum Wochenbeginn sollte sie für weitere Abklärungen wieder eintreten. Doch in der Sonntagnacht starb sie an den Folgen eines Herzversagens.

Am 6. Januar 1953 kam sie als Tochter der Anna Imfanger und des Josef Roos in Kriens auf die Welt. Nach der obligatorischen Schulzeit war sie in verschiedenen Anstellungen tätig. So lernte sie auch Josef Klinger kennen. Nach der Heirat am 20. Juli 1984 kam sie nach Ballwil und sie war für seine beiden Kinder Peter und Kathja eine fürsorgliche Pflegemutter.

Seit Jahren litt Vreni an einer schweren Diabetes. Als ihr Mann Josef am 25. Februar 2007 plötzlich starb, war sie auf sich alleine angewiesen. Dank der grossartigen Nachbarhilfe war es Vreni möglich, den Haushalt selber zu führen. In letzter Zeit machten sich immer mehr gesundheitliche Störungen bemerkbar. Der überraschende Tod hat sie nun vor vielen Leiden bewahrt. Am 17. März wurde sie in unserem Gemeinschaftsgrab beigesetzt.

Gott schenke ihr die ewige Ruhe.

 

 

Februar 2012

Mathilde Honauer-Frey, Dorfstrasse 20
Nach einem Spitalaufenthalt im Sommer war es für Mathilde Honauer klar, dass sie an einer unheilbaren Krebskrankheit litt. Sie nutzte diese Zeit als Vorbereitung auf ihren Tod. So hoffte sie, dass sie vor Weihnachten sterben könnte. Der Wunsch ging ihr dann kurz vor dem Abschluss der Weihnachtszeit in Erfüllung. Sie wurde am 3. Februar auf unserem Friedhof beigesetzt.
Als Tochter des Martin und der Josy Frey-Anderhub  wurde Mathilde am 5. Juni 1926 hier in Ballwil geboren. Die Schulzeit und die Jugendjahre erlebte sie in Ballwil. Zusammen mit ihrem Mann Adolf führte sie den Schuhladen an der Dorfstrasse. Gemeinsam waren sie glückliche Eltern von einer Tochter und vier Söhnen. Nach der Pensionierung haben sie das Geschäft aufgegeben und sie durften noch ein paar schöne gemeinsame Jahre erleben. Als ihr Mann Adolf nach der schweren Krankheit 1994 starb, sehnte sie sich immer nach einem Wiedersehen mit ihm. So hoffen wir, dass für sie diese Sehnsucht in Gott nun in Erfüllung ging.

 

 

Januar 2012

Silvan Köpfli, Linggen 14
In der Nacht vom 24. Januar starb Silvan an den Folgen eines tragischen Unfalles.
Am 21. April 1988 durften die glücklichen Eltern, Bernadette und Franz Köpfli-Estermann, Silvan in die Arme schliessen. Zusammen mit seiner Schwester Carmen, der Cousine Patrizia und den beiden Cousins, die im gleichen Haus wohnten, erlebte er eine glückliche Jungendzeit. Als seine Eltern ins Eigenheim im Linggen zügelten, fand er in den Nachbarsbuben Cyrill und Joel tolle und unzertrennliche Spielkameraden. Nach der obligatorischen Schulzeit hatte er sich für den Beruf Metallbauschlosser entschieden. Hier in Ballwil absolvierte er bei den Gebrüder Küenzi die vierjährige Lehrzeit. Im Dorf selber die Lehre zu machen, freute ihn besonders. Denn Musik machen, um bald einmal bei der JUGUGUBA mitspielen zu können, war für ihn eine wichtige Nebenbeschäftigung. So spielte er als begeisterter Schlagzeuger in diesem Verein mit und war auch einige Jahre Präsident. Hier lernte er seine Freundin Aline Schriber kennen, der er später das Präsidium übergab. Silvan selber wollte den Kollegenkreis noch etwas erweitern und ging zu den Stägis nach Hohenrain. Unvergessliche Stunden der Kameradschaft und der Zusammenarbeit erlebte er in dieser Guggenmusik. Sie freuten sich alle schon auf das Fest vom 4. Februar. Man befand sich mitten in den Vorbereitungen und Silvan wollte auch tatkräftig mit anpacken. Aus unerklärlichen Gründen verunfallte er im Materialraum der Guggenmusik. Wenige Stunden später verstarb Silvan an den Folgen dieses Unfalls im Kantonsspital.
Möge Silvan die Kollegialität, die Fröhlichkeit und die Verbundenheit, die er in den verschiedenen Vereinen gepflegt hatte, in Gott wieder finden.

 

 

Januar 2012

Rita Jans-Grandi, Sternmatt, Luzern
Am 21. Januar haben wir auf unserem Friedhof Frau Rita Jans auf ihrem letzten Weg begleitet. Als sie vor Jahren das Grab für ihren Mann, Richard Jans, bestellte, war es bereits ihr Wunsch, auch einmal hier in Ballwil beigesetzt zu werden.
Geboren am 9. April 1920 und aufgewachsen war Rita  in Zürich. Nach der obligatorischen Schulzeit machte sie die Ausbildung als Erzieherin. Bei einem Besuch bei ihrer Tante lernte sie den Bankfachmann Richard Jans aus Ballwil kennen. Seither gehörte diese Verbindung mit Ballwil zu ihrem Leben. Als sie 1947 heirateten und ein Jahr später glückliche Eltern ihrer Tochter Regula wurden, lebte die Familie in Luzern. Gemeinsam mit ihrem Mann durfte sie ein langes Leben und einen schönen Lebensabend geniessen. Als sich bei ihr im Jahr 2007 die Demenzkrankheit bemerkbar machte, wurde für sie im Pflegeheim Sternmatt einen Platz gefunden, wo sie bis zuletzt liebevoll gepflegt und umsorgt wurde. Nun hoffen wir, dass sie das Wiedersehen mit ihrem Mann Richard erleben darf.

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28. Dezember 2011

Agnes Schenker-Zimmermann, Römerweg 12, Ottenhusen
Pflegeheim Rosenhügel, Hochdorf

Mitten in der Weihnachtszeit, am 28. Dezember, wurde Agnes Schenker von den Beschwerden der Alzheimerkrankheit erlöst.
Geboren und aufgewachsen ist Agnes in Ennetbürgen. Dort erlebte sie mit ihren jüngeren Geschwistern Rosmarie, Gerhard und Seppi die ersten Jugendjahre. Die junge Familie zügelte auf den Menzberg und später nach Mosen.
Mit 22 Jahren hat Agnes in Werner Schenker die Liebe ihres Lebens gefunden. Nach der Heirat zog das Ehepaar nach Ottenhusen ins Elternhaus von Werner. Das gemeinsame Glück wurde vollkommen, als René, Daniel, Silvia und Rita geboren wurden. Voller Stolz und mit viel Liebe und fleissigen Händen hat sie die Kinder grossgezogen. Gemeinsam hat das Paar während fast 40 Ehejahren viele Aufgaben gemeistert und viel G'freuts erlebt.
Die Familie war für Agnes das Wichtigste. Sie hat es wunderbar verstanden, Feste zu organisieren, spontanes Beisammensein in unvergessliche Stunden zu verwandeln.
Wenn sie sich von den vielen Familienverpflichtungen erholen wollte, fuhr sie nach Mosen zu ihrer lieben Schwester Rosmarie und Schwager Hans. Das gemütliche Beisammensein im Garten, auf dem See oder bei einem zünftigen Jass schätzte sie immer sehr.
Ihre Vielseitigkeit hatte Agnes auch in ihr Berufsleben integriert. Einige Jahre engagierte sich Agnes lebhaft als Fachberaterin für verschiedene Firmen, insbesondere für die Firma Rausch.
In diesen vielseitigen Tätigkeiten durfte Agnes grosse Wertschätzung und Anerkennung erfahren. Ihre positive Lebenshaltung, das gepflegte Aussehen und ihre starke Persönlichkeit wurden immer sehr geschätzt.
 
Auch nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes, vor bald 20 Jahren, wusste Agnes ihr Leben zu gestalten. Sie pflegte einen guten Kontakt zu den sechs Grosskindern. Die vielen tollen Ausflüge waren für alle immer eine Bereicherung und bleiben unvergesslich.
Vor fünf Jahren machte sich die heimtückische Krankheit schleichend bemerkbar. Liebevoll wurde sie von ihrer Familie in vertrauter Umgebung betreut und umsorgt. Das Krankheitsbild verschlimmerte sich, sodass für sie vor drei Jahren in der Wohngruppe im Heim Rosenhügel einen Platz gesucht werden musste.
Die regelmässigen Besuche ihrer Angehörigen haben Agnes immer sehr gefreut, auch wenn sie es am Schluss nur noch mit Blicken zeigen konnte.
Nun ist sie mit den drei Königen aufgebrochen, zur Krippe zu gehen. Am 6. Januar wurde Agnes im Familiengrab beigesetzt. Möge sie nun den ewigen Weihnachtsfrieden finden.

 

 

November 2011

Maria Willimann-Baumgartner, Pflegeheim Dösselen, früher Breite 7
In den frühen Morgenstunden des Festes zu Allerheiligen wurde Maria Willimann von ihren Alterbeschwerden erlöst.
Geboren wurde Maria als fünftes von acht Kindern am 19. März 1924 in Cham. Sie war in eher bescheidenen Verhältnissen, dafür aber mit viel Liebe, aufgewachsen. Nach der Schulzeit hatte sie sich aufgemacht, die Schweiz zu erkunden und arbeitete an diversen Orten. Nach einigen Jahren kehrte sie ins Zugerland zurück, wo sie eine Stelle in einer Wäscherei antrat. Wenige Jahre später lernte sie am Bahnhof von Cham ihren zukünftigen Ehemann, Jakob Willimann, kennen. Nach ihrer Hochzeit zog Maria zu ihrem Mann und zur Schwiegermutter nach Ottenhusen. Während Jakob bei der Firma Von Moos Stahl angestellt war, verrichtete Maria den Haushalt. Mit den Jahren vergrösserte sich die Familie. Sie schenkte einem Mädchen und zwei Söhnen das Leben. Als die Kinder grösser wurden und alle zur Schule gingen, bügelte Maria stundenweise im Restaurant Sternen die Tischwäsche. Als sich der Gesundheitszustand ihrer betagten Schwiegermutter verschlechterte, übernahm sie deren Pflege. Das hatte zur Folge, dass ein Rückenleiden aus ihrer Kindheit wieder akut wurde. Im Verlauf der Zeit, als die Kinder flügge wurden, suchte sich Maria einen anderen Job. Mit grosser Freude und viel Elan arbeitete sie in der Wäscherei der Gehörlosenschule Hohenrain. Als ihr Mann Jakob krank wurde, gab sie schweren Herzens diese Arbeit auf. Mit Hilfe der Spitex und tatkräftiger Unterstützung einiger herzensguter Nachbarn pflegte sie Jakob jahrelang, bis er dann im Jahr 1998 verstarb. Trotz ihres immer schlimmer werdenden Rückenleidens, welches ihr die alltäglichen Arbeiten immer schwerer machten, bestand sie darauf, dass ihr Enkelsohn während seiner Lehre zu ihr zum Mittagessen kam. Nach und nach wurde ihr Rückenleiden immer schlimmer. Nach einem Spitalaufenthalt musste sie ins Pflegeheim Dösselen in Eschenbach eingewiesen werden.
Gott möge Maria nun zum aufrechten Gang verhelfen und der guten Köchin einen würdigen Platz  am Tisch des ewigen Gastmahls schenken.

 

 

September 2011

Agnes Stöckli-Dormann, Margrethenweg 8
Nach einem kurzen Spitalaufenthalt starb Agnes Stöckli am Sonntag, den 11. September, im Kantonsspital Luzern.
Begonnen hat ihr Leben in Eschenbach am 18. Januar 1929 als Tochter der Marie und des Anton Dormann-Odermatt. Agnes war einjährig, als ihre Eltern den Wohnsitz auf die Liegenschaft «Höhe» wechselten, wo sie zusammen mit den zwei Stiefgeschwistern, ihrer Schwester und den zwei Brüdern, aufgewachsen ist. Nach der obligatorischen Schulzeit war Agnes in verschiedenen Haushalten tätig. Im September 1955 läuteten für sie und ihren Mann Franz die Hochzeitsglocken. Das Paar konnte die Liegenschaft neben der Kirche in Pacht nehmen. Die Arbeit auf diesem Bauernhof wurde zu ihrer Lebensaufgabe. Agnes und Franz  wurden glückliche Eltern von zwei Töchtern und zwei Söhnen. Mit Leib und Seele war sie Bauersfrau und half neben dem Haushalt auch in der Landwirtschaft mit. Die schönen Tagesausflüge in die Berge oder eine Passfahrt waren für sie eine willkommene Abwechslung. Eine besondere Freude bereiteten ihr später ihre elf Grosskinder, die sie als Grosi gerne verwöhnte. 1997 durften Agnes und Franz zusammen mit ihrem Sohn Franz vom renovationsbedürftigen Bauernhaus in die schöne Wohnung im Margrethenweg 8 zügeln. Dankbar konnten sie hier ihren gemeinsamen Lebensabend geniessen. Im Mai 2006 starb ihr Mann nach kurzer Krankheit. Doch für sie ging das Leben weiter. Sie freute sich an den Besuchen ihrer Töchter mit Familien und dass sie ihren achtzigsten Geburtstag feiern durfte. Dankbar für jeden Tag, den sie erleben konnte, besorgte sie den Haushalt. Sie freute sich, wenn sie bei ihrer Arbeit mit dem Kopfhörer die Musik der ?Musikwälle? hören konnte.
Eine Woche vor ihrem Tod musste sie notfallmässig ins Kantonsspital eingeliefert werden. Die unumgängliche Operation zerrte an ihren Kräften und ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich von Tag zu Tag. Nun hat sie ihre Lebensaufgabe in Gottes Hände gelegt. Am Samstag, den 17. September, wurde sie im Grabe ihres Mannes beigesetzt. Sie mögen, jetzt auch im Tode vereint, miteinander am ewigen Gastmahl zu Tische sitzen.

 

 

August 2011

Andrin Duss, Luzernstrasse 12
Andrin war das Kind der Eltern Beatrice und Marcel Duss an der Luzernerstasse 12.
Bereits bei der Geburt ist der Kleine in die Schar der Engel aufgenommen worden.
Möge er seinen Eltern ein guter Wegbegleiter sein.

 

 

Juli 2011

Hans Huber-Stocker, Ottenhusen
Als zweites von fünf Kindern erblickte Hans am 8. April 1918 in Ottenhusen das Licht der Welt.
Seine  Eltern Johann und Verena Huber-Feer mussten schon bald um ihren kleinen Sohn bangen, da er, wie man sagte, eine Herzschwäche hatte. Um besser zu Kräften zu kommen hatte ihm sein Vater zuhause ein Reck erstellt, woran er sein Aufbautraining absolvieren konnte. Die Schulen besuchte Hans in Ballwil und Hochdorf. Für ihn war klar, dass er Bauer werden wollte. In der landwirtschaftlichen Schule in Sursee holte er sich das nötige Rüstzeug. Die Rekrutenschule absolvierte er als Artillerietrompeter im Jahre 1938. Stolz zeigte er seine Fotos, wo er hoch zu Pferd mit Trompete bei einem Défilée zu sehen war. Im Jahre 1939 wurde er dann, wie alle seiner Generation, in den Aktivdienst eingezogen. 
Seine Trompetenkenntnisse gab er mit Herzblut als Mitglied der Musikgesellschaft Ballwil zum Besten.  Blasmusik bedeutete ihm zeitlebens sehr viel und er verpasste auch später als Ehrenmitglied kein Konzert der Musikgesellschaft Ballwil. Im Pilatusklub, einer Gruppe aus Ballwiler-Kollegen, hat er als Junge seine Naturverbundenheit mit Bergwanderungen ausleben können. Dem Wehrverein stellte er seine Schiesskünste zur Verfügung, wovon viele Kränze und Kranzkarten zeugen.
Im Jahre 1949 heiratete er Josy Stocker vom Dünkel. Dem glücklichen Paar wurden die drei Kinder Hans, Sepp und Edith geschenkt. Die Familie bedeutete ihnen alles.  Sie haben ihre Kinder gelehrt, dass Liebe und Zufriedenheit dem Leben einen Sinn geben und dass das Füreinander und Miteinander die Gemeinschaft stärkt. In diesem Sinne haben Hans und Josy auch miteinander den Hof bewirtschaftet, den sie im Jahre 1950 übernehmen konnten. Es war eine Freude, ihm bei der Arbeit mit seinen Bienen zuzusehen. Dabei kam seine ruhige und gelassene Art gut zum Ausdruck.
Im Jahre 1980 erlitt er nach einem Unfall im Silo eine Blutvergiftung, welche einen dreimonatigen Spitalaufenthalt mit anfänglich sehr kritischen Phasen notwendig machte. Dank seinem eisernen Willen erholte er sich jedoch gut davon. 
Im selben Jahr übergab er den Hof seinem Sohn Hans, was ihn aber nicht daran hinderte, fortan tatkräftig mitzuhelfen. 
Er freute sich sehr, als seine beiden Söhne heirateten und später die vier Grosskinder zur Welt kamen. Mit ihnen zu spielen oder sie aufs Feld «zum Mausen» mitzunehmen, beglückte ihn. Er erfreute sich auch, seine Enkel heranwachsen zu sehen und deren Freundinnen kennen zu lernen.
Ein schwerer Verlust war für ihn, als im Jahre 1995 sein Sohn Hans plötzlich verstarb.
Einen weiteren tiefen Einschnitt in seinem Leben musste er im Jahre 1998 mit dem Tod seiner geliebten Josy hinnehmen. Erstaunlicherweise hat er sich schnell mit der neuen Situation abgefunden. Solange die Gesundheit es ihm ermöglichte, verkürzten ihm stundenlange Märsche durch die Wälder und über Felder die Tage. Auch das Jassen hatte für ihn einen hohen Stellenwert. Es verging kaum ein Sonntag ohne einen Jass zusammen mit seiner Schwester Marie. Dabei wurde stets viel gescherzt und gelacht.
Die immer stärker zunehmenden Rückenschmerzen in den letzten paar Wochen schwächten ihn zusehends und verlangten schlussendlich einen Spitaleintritt.Trotz der liebevollen Pflege des Personals verlor er von Tag zu Tag an Lebenskraft. Bald gab er sein langes Leben dem Schöpfer zurück. Nach den langen Strapatzen des Lebens möge er nun ruhen in Frieden.

 

 

Juni 2011

Peter Bucher-Isenegger, Linggenrain 8
Für alle unerwartet ist Peter in der Nacht vom 29. Juni von uns gegangen. Als jüngstes von fünf Kindern wurde er am 4. April 1973 geboren und ist auf dem Bauernhof der Eltern Anton und Marie Bucher-Muff in Adiswil aufgewachsen. Zusammen mit seinen vier Geschwistern erlebte er eine glückliche und geborgene Kindheit. Seine Beziehung zur Natur und der Tierwelt passte zu seinem intensiven Leben, aber auch zu seinem sensiblen Wesen. Häufig traf man ihn auch als eifrigen Helfer im Stall an. Der Platz und die Wiese neben dem Elternhaus war Haupttreffpunkt für unvergessliche Abenteuer und Spiele mit den Geschwistern und Nachbarskindern. Zusammen mit seinen Brüdern war er sportlich sehr erfolgreich beim FC Gunzwil und in der Läuferriege Beromünster. Einer der grössten Erfolge war die Teilnahme an der Schweizer Jugendmeisterschaft über 1'500 Meter.
Mit seinen langjährigen Freunden besuchte er die Schule in Beromünster. Kurz vor seinem Abschied durfte er noch mit ihnen die Hochzeit eines Freundes mitfeiern.
Die Radfahrer-Rekrutenschule in Romont (FR) hat ihm überaus viel Spass bereitet. Das Militärvelo im Keller des Elternhauses erinnert immer noch an diese schöne Zeit.
Mit fast 20 Jahren lernte er Bernadette Isenegger kennen, woraus eine wunderbare Liebe entstand. Die gemeinsamen Interessen für die Natur, das Wandern und die Berge ermöglichten unvergessliche Momente. Ebenfalls wurde er in der Familie von Bernadette  herzlich aufgenommen und geliebt.
Das Jawort gaben sie sich 2002 in der Kapelle Gibelflüh in Ballwil. Mit seinen geliebten Kindern Marco (2003), Silvan (2005) und Vanessa (2009) wurde sein Leben als Familienmensch bunter und lebhafter.
Für alle Kinder in der Umgebung wirkte er wie ein Magnet und er vermittelte ihnen den natürlichen Umgang mit der Natur und ihren Lebewesen. Unzählige Grillfeuer, Spiele im Wald, Hämmern, Sägen und Bauen entfachten bei den Kindern eine grosse Faszination.
Ein grosser Traum für ihn und seine Familie ging mit dem Bau des selbst geplanten Hauses in Erfüllung.
Mit der Zimmermannslehre bei der Zimmermann Holzbau AG in Herlisberg startete er seine berufliche Karriere. Die letzten neun Jahre war er bei der Nussbaumer Holzbau AG in Baar tätig. Mit Herzblut und grossem Verantwortungsbewusstsein konnte er vielfältige und anspruchsvollen Projekte leiten. Berufsbegleitend folgten der erfolgreiche Abschluss zum diplomierten Holzbau-Polier in Biel sowie die Unternehmerschulung in Zürich.
Im Kreise seiner Familie schien er glücklich und zufrieden zu sein. Mit ausgeprägtem Humor war er bekannt als lustiger Geschichtenerzähler.
Peter hat sich für einen Weg entschieden, der für uns alle unfassbar ist. Doch hoffen wir für ihn, dass er die Ruhe in Gottes Geborgenheit gefunden hat.

 



Juni 2011

Irene Bühlmann, Ibach, ehemals Weiherhaus
Nach langer schwerer Krankheit ist Irene  im Universitätsspital Zürich friedlich eingeschlafen. Am 9. Mai 1964 wurde sie als viertes Kind von Josef und Ottilia Bühlmann-Henseler im Weierhaus in Ballwil geboren. Mit ihrer Schwester und vier Brüdern durfte sie eine glückliche und unbeschwerte Jugendzeit auf dem Bauernhof erleben. Sehr verbunden war sie mit den Tieren und der Natur.
Nach der obligatorischen Schulzeit in Ballwil und Hochdorf machte sie eine Verkaufslehre in Luzern, die sie  mit Bravour abschloss. Bald darauf entdeckte sie die Freude an der Architektur, hier konnte sie ihre kaufmännischen Fähigkeiten einbringen. In ihrer  Freizeit spielte sie gerne Musik und hat viele Jahre in der Guggenmusik Hohenrain mitgewirkt.
Doch schon früh musste sie sich mit der Krankheitsdiagnose Diabetes auseinandersetzen. Es kamen auch noch neue Komplikationen hinzu. So konnte sie vielen geliebten Aktivitäten nicht mehr nachgehen. Die letzten Jahre ihres Lebens waren eine Gratwanderung. Sie musste sich immer wieder nach gesundheitlichen Rückschlägen von neuem zurecht finden. Dabei verlor sie nie die Hoffnung und die Lebenskraft. Immer kämpfte sie von neuem mit dem Glauben, dass ihr das Glück auf Erden doch zur Seite stehen möge. Doch die Aufenthalte im Spital wurden immer länger, die  körperlichen Kräfte immer schwächer. Nun hoffen wir, dass Irene nach all diesen Jahren des Kämpfens den  Weg ins ewige Glück gefunden hat.

 



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Juni 2011

Anton Stutz-Winiger, Heim Sonnmatt, Hochdorf
Ein langes, zufriedenes und bescheidenes Leben ist am 17. Juni 2011 zu Ende gegangen.
Anton Stutz wurde am 28. Oktober 1921, als ältestes von neun Kindern in Bertiswil geboren. Nach der obligatorischen Schule in Rothenburg besuchte er von 1934 - 1937 das Kollegium in Sarnen. Diese Zeit hat Toni sehr geprägt. Er erzählte bis ins hohe Alter Gedichte und Geschichten aus dieser Zeit. Der frühe Tod seiner geliebten Mutter schweisste die Kinder zusammen.  Alle mussten in der eigenen Metzgerei in Bertiswil mithelfen. Ab und zu gönnte sich Anton einen Besuch im Restaurant Kreuz in Bertiswil. Hier lernte er auch seine zukünftige Ehefrau Marietta kennen und lieben. Ihre Heirat im Mai 1966 wurde vollendet durch die Geburt der beiden Töchter Erika und Daniela.
Anton war mit dem zufrieden, was er hatte. Er lebte seinen Bubentraum, Chauffeur zu sein, ganze 45 Jahre aus. Seine Frau unterstützte ihn dabei, indem sie während seiner Wochentouren für Haus und Kinder sorgte. Bei Schürch Transporte arbeitete Toni 43 Jahre. Mit seinem Vorgesetzten, Robert Schürch, pflegte er nicht nur ein tolles Arbeitsverhältnis, sondern eine tiefe Freundschaft bis zu seinem Tod. Wenn Anton von der Zeit als Chauffeur erzählte, leuchteten seine Augen und man hatte manchmal das Gefühl, als sässe man selber in der Lastwagenkabine. Die Wochenenden verbrachte die Familie viel im "Chüsereiener Wald" in Rain. Die Ferien machten sie viele Jahre im geliebten Grächen im Wallis.  
Ein Oberschenkelhalsbruch schränkte die Mobilität von Anton ein. So war ein Umzug ins Alters- und Pflegeheim Sonnmatt in Hochdorf unumgänglich. Seine Ehefrau Marietta ist im selben Jahr nach  Ballwil in seine Nähe gezogen. Von hier aus besuchte sie ihn jeden Tag. Besonders freuten ihn auch die Besuche seiner Kinder und Enkelkinder. Anton konnte sterben, so wie er sich das gewünscht hatte, ruhig und umsorgt von seinen Lieben. Nach den vielen Fahrten im Leben hat er jetzt  das Ziel  in Gott gefunden. Er möge ruhen im Frieden.



Mai 2011

Klaus Süess, Wissenwegen
Für uns alle kam die Todesnachricht von Klaus Süess sehr überraschend. Hat er sich doch nach einer schweren Operation recht gut erholt und auf die Chemotherapie gut angesprochen. Vermutlich konnte aber das Herz die Strapazen nicht mehr mitmachen. So wurde er am 7. Mai von seinen Leiden erlöst. Wer weiss, ob ihm doch mancher Schmerz erspart geblieben ist.

Begonnen hat sein Leben am 11. Juni 1944 in Wissenwegen. Da sein Vater früh starb, hiess es für die ganze Familie auf dem Bauernbetrieb Hand anlegen. Nach der Primarschule in Ballwil und Sekundarschule in Eschenbach erlernte er den Bauernberuf. Im Jahre 1979 übernahm er den Bauernhof und bewirtschaftete ihn zusammen mit seiner Mutter und seiner hörbehinderten Schwester Anna. Dabei konnte er immer auch auf die Hilfe seiner Brüder zählen. Gerne hätte er auch mal mit einer Partnerin den Hof bewirtschaftet, doch dieser Wunsch hat sich bei Klaus nicht erfüllt. So übergab er dann im Jahr 2000 den Hof seinem Neffen Beat. Mit dem Neubau des Hauses wurde für ihn und seine Schwester ein schönes Zuhause eingerichtet. Zusammen mit Anna durfte er noch ein paar gemütliche Jahre erleben. Aus gesundheitlichen Gründen musste sie vor drei Jahren ins Pflegeheim Ibenmoos eingewiesen werden. Klaus besuchte sie immer wieder am Sonntag und sass mit ihr am Mittagstisch.

Im Januar wurde bei Klaus Krebs diagnostiziert. Mit Mut und Zuversicht ging er zur Operation und hatte sich danach recht gut erholt. Nun hat sein Lebensweg überraschend eine Wende genommen. Er wurde von Gott zum ewigen Osterfrieden gerufen. Am 13. Mai wurde er auf unserem Friedhof zur letzten Ruhe begleitet. Seine Kontaktfreudigkeit und sein Humor werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.

 

 

März 2011

Krauer Alois, Heim Ibenmoos, ehemals Ottenhusen
In der Nacht zum 1. März 2011 durfte Alois im Heim Ibenmoos, umsorgt von guten Händen, friedlich einschlafen.
Begonnen hat sein Leben am 1. Mai 1943 im Spital Menziken. Seine Eltern Alois und Anna Krauer-Weber wohnten damals in Schmiedrued AG. Im Jahre 1951 zügelte die Familie nach Sternenberg im Kanton Zürich, wo die Eltern ein kleines «Bergheimetli» bewirtschafteten, welches aber schon bald verkauft wurde. Alois absolvierte dort die restlichen Schuljahre. Danach arbeitete er fünf Jahre als Strassenbauer.
Ein schwerer Schlag war für Alois der unverhoffte Tod seiner Mutter ? sie starb am 24. Dezember 1962 an einem Herzschlag. Ein halbes Jahr später musste er auch von seinem Vater Abschied nehmen, der an einem Hirntumor starb. Diese beiden einschneidenden Ereignisse gingen nicht spurlos an Alois vorbei. Es fehlten ihm der Halt und die Geborgenheit einer Familie. So versuchte er im Alkohol sein Schicksal zu vergessen. Alois und sein fünf Jahre jüngerer Bruder Josef kamen nach Ballwil in den Kramis zu ihren Stiefonkeln, den Gebrüder Weber. Ein Jahr wohnte Alois dort, dann zog es ihn weiter nach Udligenswil. Bei der Familie Gisler arbeitete er fünf Jahre auf dem landwirtschaftlichen Betrieb. Danach fand er bei der Familie Stalder im Sennenmoos, später Singeln, ebenfalls eine Anstellung in der Landwirtschaft. Im Frühling 1989 zügelte er zur Familie Vreni und Hans Huber nach Ottenhusen. Hier fand er ein neues Zuhause. Um die gleiche Zeit fand Alois in Josef Sidler, Fenkrieden, einen verständnisvollen Vorgesetzten. Der plötzliche Tod von Hans Huber, kurz vor Weihnachten, am 22. Dezember 1995, weckte in ihm wieder alte Erinnerungen auf. Er war überaus froh, dass er nicht noch einmal seinen Wohnsitz wechseln musste.
Zu seinen Hobbys zählten in jungen Jahren das Seilziehen sowie das Töfffahren. Der Kulturverein Ottenhusen durfte alljährlich auf seine Hilfe und Tatkraft zählen. Besonders am Herzen lagen ihm das 1. August-Kreuz auf der Sprengi und der Aufbau des Dorffestes, besonders des Festzeltes.
Ein Velo-Unfall im Jahre 2006 brachte eine grosse Wende im Leben von Alois. Nach dem Spitalaufenthalt stand eine letzte «Züglete» an. Im Heim Ibenmoos wurde sein trockener Humor und seine dankbare, ruhige Art sehr geschätzt. Anfänglich erledigte er noch diverse kleinere Arbeiten im und ums Haus. Er unternahm Spaziergänge nach Lieli, ins Waldbeizli und die nähere Umgebung, bis er im 2009 schwer erkrankte. Diverse Spitalaufenthalte und Therapien wurden nötig. Es folgte ein Hoffen und Bangen. Für kurze Zeit galt der Krebs als besiegt, doch dann erkrankte Alois  erneut und es bestand keine Hoffnung mehr auf Heilung. Wir gönnen dir den Frieden und sagen dir «Tschau».

 

 

Februar 2011

Lina Emmenegger?Glanzmann, Altersheim Menznau, ehemals Ottenhusen
Am 23. Februar wurde Lina Emmenegger im Gemeinschaftsgrab auf unserem Friedhof beerdigt.
Lina erblickte am 10. August 1918 in Doppleschwand das Licht der Welt. Sie verbrachte im Kreise der Familie mit ihren sechs Geschwistern eine lebhafte und schöne Kindheit. Nach der obligatorischen Schulzeit, welche sie in ihrem Heimatdorf besuchte, packte sie im elterlichen Haushalt sowie in der Schreinerei kräftig an. Bald darauf arbeitete sie im Haushalt auf dem Landwirtschaftsbetrieb von Josef Emmenegger im Seehus in Geiss. Schon früh lernte sie grosse Verantwortung zu übernehmen und pflegte nebenbei die kranke Frau ihres Arbeitgebers. Zudem half sie auch mit, die Tochter Marie gross zu ziehen. Nach dem Tod von Marie Emmenegger heiratete Josef die Angestellte Lina, da er in ihr eine gute Mutter für seine Tochter und eine gute Partnerin für sich fand.
Im Verlauf der Jahre wuchs die Familie um weitere acht Kinder, was für die junge Frau sehr viel Arbeit bedeutete.
1952 zog Lina mit ihrer Familie von Geiss nach Ottenhusen. Auch wenn der Landwirtschaftsbetrieb viel kleiner war, ging ihr die Arbeit nie aus.
1979 verstarb ihr Gatte Josef an einem Herzleiden. Kurz nach seinem Tode übernahm ihr Sohn Sepp den Hof. Lina zügelte ins Haus von Sohn Hans und ihrer Schwiegertochter Vreni nach Dagmersellen. Dort half sie mehrere Jahre im Haushalt sowie in der Backstube mit. Sie war frohen Mutes und stolz, wie ihre Familie immer grösser wurde. Zu ihren neun Kindern kamen 17 Grosskinder, 17 Urgrosskinder und ein Ururgrosskind dazu.
Langsam machten sich Altersbeschwerden bemerkbar. Im August 2004 entschloss sie sich, einen Ferienaufenthalt im Altersheim in Menznau zu machen. Sie merkte schnell, dass es ganz angenehm war, wenn ihr das Essen serviert wurde. Aus ihrem Ferienaufenthalt wurden schlussendlich rund sieben Jahre. Während den letzten zwei Lebensjahren liessen ihre Kräfte nach. Am frühen Morgen des 15. Februar 2011 wurde sie von ihrem Leiden erlöst.
Sie möge nun im Frieden ruhen.

 

 

Februar 2011

Josef Köpfli, Feiern
Nach kurzer Krankheit starb Josef am 10. Februar im Kantonsspital Sursee.
Am 18. September 1920 ist Josef auf dem Bauernhof Feiern auf die Welt gekommen. Zusammen mit den 15 Geschwistern, acht Mädchen und sieben Buben, ist er aufgewachsen. Der Feiernhof ist seine Welt bis zum Tod geblieben. Die Liebe zur Natur und zum Bauernberuf hat ihn von den Feiern nicht weggebracht. Zusammen mit seiner Schwester Christine und dem Bruder Juli hat er viele Jahre den Haushalt geführt und gearbeitet, bis sie später das Land verpachten mussten. Nach dem Tod seiner beiden Geschwister hat Josef alleine im Haus gelebt und den Lebensabend genossen. Einfachheit und die Zufriedenheit haben sein Leben geprägt. Die Angst, dass es bald mal nicht mehr für alles reichen würde, war bestimmt unberechtigt. In den vergangenen Jahren machten sich gesundheitliche Beschwerden bemerkbar. Josef konnte sich aber immer wieder recht gut erholen. Doch nach dem letzten Spitalaufenthalt war ein Übertritt ins Altersheim geplant. Am Morgen vor der Spitalentlassung ist er friedlich eingeschlafen. Er möge jetzt in Gottes ewiger Geborgenheit ruhen.

 

 

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Januar 2011

Marie Huber-Huber, Heim Sonnmatt, ehemals Kramis
Wenige Tage vor ihrem Sterben erlitt Frau Huber einen Schlaganfall. Zuerst schien es, als ob sie sich davon erholen würde. Doch allmählich verliessen sie ihre Kräfte, so dass sie am Sonntagnachmittag friedlich einschlafen konnte.
Am 14. September 1925 wurde sie als Obernau-Krienserin geboren. In Obernau, im Stollen, wuchs das Stollen-Miggi mit zwei Brüdern und einer Schwester auf. Mit grossem Vergnügen legte sie im Winter den langen Schulweg mit wehendem Rock auf den "Fasstugeli" zurück.
Als Älteste hatte sie früh Verantwortung zu tragen und ihre Mithilfe war selbstverständlich. Während der Kriegszeit musste sie für die Familie Geld mitverdienen. Mit 16 Jahren hatte sie vier Jahre lang folgenden Tagesablauf: Zwei Stunden Fussmarsch zum Pilatus, neun Stunden Tannli setzen, Äste sammeln und räumen. Dann wieder zwei Stunden Fussmarsch nach Hause; die zum Tageslohn von neun Franken. Dazu 
musste sie jeweils noch zu Hause mithelfen. Traurig war sie, weil sie deswegen keine Ausbildung machen durfte. Ihre grosse Liebe galt der Handarbeit. Aufgrund dieser Erfahrung war es ihr wichtig, den eigenen Kindern eine gute Lebensgrundlage zu ermöglichen.
Mit 21 Jahren heiratete sie Alois Huber vom Sonnenberg. Zuerst bewirtschaftete die wachsende Familie den Hof Sienen am Sonnenberg. 1962 zügelte die Familie nach Ballwil, wo ihr Mann den Hof im Kramis übernahm. Elf Kindern haben sie das Leben geschenkt. Ein Kind herzugeben ist schwer, egal wie gross die Kinderschar ist. So waren alle tief traurig, als 1967 Werner mit zwölf Jahren einem Verkehrsunfall zum Opfer fiel. Über die Jahre erweiterten 27 Grosskinder und elf Urgrosskinder ihre Familie.
Für Marie Huber war das Anpacken in Haus und Hof selbstverständlich. Keine Arbeit war ihr zu viel: Ob am frühen Morgen den Holzofen in Gang zu setzen, den Waschkessel einzuheizen, die viele Wäsche von Hand zu waschen, für die grosse Familie mitsamt Grosseltern, Tanten und Knechten zu kochen. Sie hatte enorm viel gearbeitet. Ihr Einsatz von morgens früh bis abends spät war gefragt. Im Januar 1997 verlor sie ihren Ehemann Alois an einem Herzstillstand. Für sie aber ging das Leben bescheiden weiter. Sie freute sich an kleineren Ausflügen, an Familienfesten, am Spiel der Krienser Zither und an der 
regelmässigen Teilnahme am Seniorenturnen. Als dann ihre Kräfte sie immer mehr verliessen, war ein Übertritt ins Altersheim unumgänglich. Fast zwei Jahre lebte sie im ?Hotel Pflegeheim Sonnmatt?, wie sie es nannte, wo sie gut und liebevoll betreut wurde. Ab und zu war sie traurig, weil sie den Kramis mitsamt den Aufgaben vermisste. Nun durfte sie ihr arbeitsreiches Leben Gott dem Schöpfer zurückgeben. Er möge sie für all ihre Strapazen belohnen.

 

 

Dezember 2010

Marie Huber-Schurtenberger, Betagtenzentrum Dösselen, Eschenbach
Mitten in der Weihnachtszeit durfte Marie Huber heimgehen in den ewigen Weihnachtsfrieden.
Marie Huber wurde als jüngstes von drei Kindern, am 2. März 1919, in Aesch am Hallwilersee geboren. Die Familie zog einige Jahre später nach Ballwil. Zusammen mit den beiden älteren Brüdern erlebte sie eine unbeschwerte Kindheit.
Im Anschluss an die Volksschule durfte Marie als fleissige und wache Schülerin eine Lehre als Damenschneiderin beginnen, was ein Glücksfall für ihr ganzes Leben war.
Am 15. April 1941 läuteten in der St.Karli Kirche in Luzern die Hochzeitsglocken. Das junge Paar Huber zog ins elterliche Haus «Sonnenblick» ein, ein Steinwurf neben der Dorfkirche.
In den Jahren 1943 bis 1950 schenkte sie drei Söhnen das Leben. Der Tagesablauf war Arbeit und stille Pflichterfüllung für die Familie. Da ihr Mann in den 60er Jahren als Sakristan  tätig war, half sie als unermüdliche Helferin im Kirchendienst mit.
Neben der Arbeit für Familie und Kirchendienst nahm sich Mutter Marie bis ins hohe Alter Zeit zum Nähen, Stricken und Schneidern. Auch war sie fast bis zuletzt eine leidenschaftliche, aber stets faire, Jasserin. Trotz Altersdemenz konnte sie bis wenige Tage vor dem Tod noch alle Karten benennen.
Im Jahr 1990 starb ihr Mann. Nach sechs Jahren bezog Marie eine Alterswohnung in der neuen Siedlung Schlossmatte. Während acht Jahren durfte sie dort das Leben noch einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen. Getragen von der Gemeinschaft konnte sie mit kleinen Reisen und fröhlichen Festen viele schönen Begegnungen erleben und einen schönen Lebensabend verbringen. Dazu gehörte auch der herzliche Kontakt mit den neun Grosskindern.  
Nach ihrem 85. Geburtstag brauchte Marie immer mehr Betreuung. Sie wurde im Betagtenzentrum  Dösselen in Eschenbach während rund sechseinhalb Jahren liebevoll betreut und umsorgt.
Jeder Besuch machte ihr Freude und ihr Gesicht strahlte, besonders bei den Besuchen der Gross- und Urgrosskindern.
In den letzten Wochen des zu Ende gehenden Jahres hatten ihr Lebenswille und ihre Kräfte sichtlich nachgelassen. So durfte sie am 27. Dezember ruhig und friedlich einschlafen.
Hoffen wir für Marie, dass sie zusammen mit den Hirtinnen und Hirten einen schönen Platz für die Anbetung bei der Krippe gefunden hat.

 

 

November 2010

Seppi Hügi-Blättler, Abtwilstrasse 2

Seppi kam am 14. Mai als Einzelkind im Heiterhus in Eschenbach auf die Welt. Die Primarschule besuchte er in Ballwil und die Sekundarschule in Eschenbach. Bald entdeckte er die Welt des Sports. Dies kam nicht von ungefähr, denn sein Nachbar Leo Amberg übte den Radrennsport sehr erfolgreich aus. Der Dritte der Tour de France von 1937 musste Seppi mächtig Eindruck gemacht haben. Denn schliesslich nahm er auch wettkampfmässig am Baldeggerseelauf teil und beendete diesen auf dem 3. Schlussrang.
Sein Interesse galt auch dem Fussball, den er bis zuletzt verfolgte. Noch am Sonntag vor seinem Tode fragte er seine Frau Rosmarie am Telefon nach dem Spielstand des Spitzenkampfes Luzern ? Basel. Seinen versteckten Humor zeigte sich immer wieder in Fussballdiskussionen. Er stellte sich bei unbekannten Personen jeweils als Seppe Hügi vor, welcher eine Legende des Schweizer Fussballs war.
Seine grösste sportliche Leidenschaft aber gehörte dem Schiesssport. Unzählige kantonale und nationale Auszeichnungen zeugen von seiner Präzision. Seppi Hügi war auch mehrfacher Sieger des Jahresklassements des Wehrvereins Ballwil-Ottenhusen, dem heutigen Schützenverein Ballwil. In diesem Verein fühlte er sich sichtlich wohl und er engagierte sich auch dementsprechend. Sein jahrelanges Engagement wurde dafür mit der Ehrenmitgliedschaft honoriert.

Treue war für Seppi Hügi mehr als eine Floskel. Dies bewies er in seinem Berufsleben als Kaufmann. Mehr als 45 Jahre arbeitete er für das Metzgercenter in Kriens. Treu war er nicht nur gegenüber seinem Arbeitgeber, sondern auch zu seiner Rosmarie, mit der er 1960 den Bund der Ehe schloss. Die goldige Hochzeit im Januar dieses Jahres war ein wunderbares Geschenk für das, man darf es ruhig erwähnen, Bilderbuchehepaar. Die Töchter Evi und Susi, sowie Sohn Walter, wurden mit viel Liebe zu aufrichtigen Menschen erzogen. Auch die Beziehung zu seinen Schwiegersöhnen Gavino und Toni war äusserst herzlich. Dass ihn die beiden als Vaterersatz bezeichneten, war ein stolzes Kompliment und bedeutete ihm viel.
Nach seiner Pensionierung widmete er sich vermehrt Haus und Garten.
Kurz nach seinem 90. Geburtstag begannen seine Kräfte nachzulassen. Dass er den 80. Geburtstag seiner lieben Frau Rosmarie am 27. Oktober mit ihr verbringen durfte, machte ihn glücklich. Doch sein Herz spürte die Strapazen des arbeitsamen Lebens. Nach einem dreiwöchigen Spital- und Heimaufenthalt durfte Seppi am Donnerstagmorgen, 18. November friedlich einschlafen.


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November 2010

Arnold Martin, Gorgen

Wer hat ihn nicht gekannt, Martin, den MMenschenbagger" vom Baugeschäft Wiederkehr.
So wurde er im Volksmund genannt. Jahrzehntelang hat er in den Gräben von Ballwil mit Pickel und Schaufel die Erde heraus geschaufelt.
Martin ist am 15. Juni 1945 in Fenkrieden auf die Welt gekommen, ist dort aufgewachsen und in die Schule gegangen. Nach der obligatorischen Schulzeit arbeitete er in Rotkreuz auf dem Bau, bis er im Süessholz auf dem Bauernhof der Familie Bucher als Knecht angestellt wurde. Als die eigenen Söhne im Betrieb mitarbeiten konnten, kam Martin nach Ballwil zur Firma Josef Wiederkehr und später zu seinem Sohn Kurt. Hier wurde er 31 Jahre lang als treuer und zuverlässiger Mitarbeiter geschätzt. Es gibt wenige Gräben in Ballwil, wo er nicht bei jedem Wind und Wetter unten stand und den Aushub machte. In all diesen Jahren hatte Martin bei Marie Wiederkehr ein Zimmer gemietet und durfte dort auch zu Tische sitzen.
Vor vier Jahren liess sich Martin frühzeitg pensionieren. Seither genoss er es mit dem Generalabonnement in der Schweiz herum zu fahren, Bekannte zu besuchen und sich in irgendeinem Restaurant verwöhnen zu lassen. So war es auch an jenem Freitag, als er nach einer Tagesreise noch einen Abstecher im Sternen machte und dann mit seinem berühmten Töff nach Hause fuhr. Nach einem schweren Herzinfarkt hat er in derselben Nacht die letzte Reise ins Jenseits angetreten.
Wer weiss, vielleicht fehlte für kommende Weihnachten bei  der Krippe noch der Hirt Martin. Möge ihm Gott jetzt einen angenehmen Platz geben mit gutem Blick auf das Geschehen in der Krippe.

 

 

Oktober 2010

Franz Arnet-Bucher, Betagtenzentrum Dösselen, ehemals Schlossmatte 12

Nach einem langen Lebens- und Leidensweg durfte Franz am Dienstag, den 12. Oktober für immer einschlafen.
Sein Start ins Leben war nicht so einfach. Geboren wurde Franz am 6. Mai 1916 in Zell LU. Seine Eltern kannte er nicht, seinen Vater sah er erst auf dessen Totenbett. Die Jugend verbrachte er als Verdingbub auf verschiedenen Bauernhöfen. Nicht alle waren gut zu Franz.
Von 1947 bis 1955 arbeitete Franz in der damaligen Knopffabrik in Euthal. 1947 heiratete er die Witwe Katharina Bucher aus Geuensee. Sie brachte vier Kinder in die Ehe mit und zusammen mit Franz hatten sie weitere drei Kinder. Auch während der Ehe verlangte das Schicksal viel von ihm. Frau und Kinder wurden oft von Krankheiten heimgesucht. 
1953 zog die Familie nach Abtwil AG, nachdem er bei der Firma Gehrig Ballwil eine gute Anstellung fand.  Dort konnte er seine beruflichen und menschlichen Qualitäten voll einsetzen und weiter entwickeln.
Um die Arbeitswoche produktiver zu gestalten, ging er jeweils schon am Sonntagabend den Ofen in der Malerei einschalten.
Als Franz seine geliebte Frau im Jahre 1984 verlor, meisterte er viele Jahre seinen Haushalt allein. In seiner Freizeit pflegte er seine Hobbys: Velofahren, Handwerken, Teppichknüpfen und später dann auch das Malen. Noch im Altersheim malte er wunderschöne Mandalas. Ab 1988 plagten ihn gesundheitliche Beschwerden, so dass 2007 ein Eintritt ins Pflegeheim unumgänglich war.

Seit einem Jahr konnte er nach mehreren Hirnschlägen nicht mehr sprechen. Er war einseitig gelähmt und verlor nach und nach seine Selbständigkeit. Doch seinen Lebenswillen, seinen Humor und seine Dankbarkeit konnte er auch nonverbal klar ausdrücken.

Nach all den Strapazen des Lebens möge Franz nun in Gottes ewigem Frieden ruhen. 



Oktober 2010

Maria Manzocchi-Forster, genannt Miggi, Ambar 1

Ein langes und arbeitsreiches Leben ist am Freitag, den 8. Oktober zu Ende gegangen.
Am 9. Januar 1924 wurde Maria als Tochter von Maria und Franz Forster-Schnyder geboren. Gemeinsam  mit fünf Geschwistern und zwei Halbgeschwistern ist Miggi im Gasthof Sternen in Ballwil aufgewachsen. Gastfreundschaft, grosszügige Bewirtung und Anpacken, wo immer es nötig war, lagen ihr von klein auf im Blut. Nach dem Schulabschluss folgte ein Aufenthalt in einem Institut in Belgien.
Anschliessend arbeitete sie im "Sternen", dabei lernte sie schon bald Bruno Manzocchi aus dem Tessin kennen. Für die damalige Zeit war das eine ziemlich exotische Verbindung. Der junge Schreinergeselle arbeitete damals bei Niklaus Dora, von dem er später den Schreinereibetrieb und das Wohnhaus erwarb. Um sich Italienischkenntnisse anzueignen, arbeitete Miggi als Hausangestellte bei der Familie Bella in Ponte Tresa. Im Jahre 1946 heirateten Miggi und Bruno in der Pfarrkirche Ballwil. In den folgenden Jahren kamen fünf Töchter und ein Sohn zur Welt. Anfänglich lebte die junge Familie in äusserst kargen materiellen Verhältnissen.
1957 durfte die Familie die neu erstellte Wohnung über der Schreinerei beziehen. Miggi schätzte dort besonders die Annehmlichkeiten eines Badezimmers sowie die erste Waschmaschine. Nach der Übergabe der Schreinerei an Sohn Bruno im Jahre 1978 kehrte sie mit ihrem Mann und der jüngsten Tochter Petra ins Dreifamilienhaus zurück.
Nebst den vielfältigen Aufgaben für die grosse Familie erledigte sie auch die kaufmännischen Belange der Schreinerei und verköstigte während vieler Jahre die Mitarbeiter. Sie pflegte mit Hingabe den Garten, wobei ihr besonders die Rosen am Herzen lagen. Als die Kinder ausgezogen waren, arbeitete sie mehrere Jahre lang als "Chäslifrau" bei der Firma Ottiger.
Miggi war während 17 Jahren Vorstandsmitglied des Frauen- und Müttervereins. Während dieser Zeit wurde der Verein "Frohes Alter" gegründet.
Zudem war sie während einigen Jahren für den "Mittagstisch" im Einsatz. Sie kümmerte sich auch regelmässig um sozial benachteiligte Dorfbewohner.
Während 27 Jahren war sie aktives Mitglied des Kirchenchores und erlangte sogar die Ehrenmitgliedschaft. Ausserdem sang sie auch viele Jahre im Frauenchörli.
1988 starb ganz plötzlich ihr Mann Bruno. Mit der Zeit lernte Miggi über diesen Verlust hinweg zu kommen und ihr Leben neu zu gestalten. Im Jahre 2009 musste sie den Tod ihrer Tochter Elvira verkraften.
Zunehmend geschwächt und eingeschränkt durch ihre Altersbeschwerden verbrachte Miggi die letzten Jahre im Altersheim Sonnmatt Hochdorf. Nun wurde sie von ihren Leiden erlöst.
Nach den Strapazen des Lebens möge Gott ihr nun einen Platz am Tisch des ewigen Gastmahls schenken und sie bedienen.



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September 2010

Willy Odermatt-Egli, Hochdorfstrasse 3

Am Morgen des 13. September hatte Willy die letzten Vorbereitungen für den Alpabzug in Sörenberg getroffen. Doch für ihn folgte nicht der Heimweg nach Ballwil, sondern der Heimgang zu Gott.  
Am 6. August 1945 begann sein Leben. Gemeinsam mit seinen beiden jüngeren Brüdern Walter und Theo erlebte er seine Kindheit in Ballwil. Schon zu dieser Zeit widmete er sich den Tieren und holte  Kraft aus der Natur. Nach der Schule entschloss er sich, die Käserlehre zu machen. In Inwil und Hohenrain hatte er sich die Berufskenntnisse angeeignet. In dieser Zeit engagierte er sich auch in der damaligen Jungwacht. Nach der Lehrzeit fand er in Ruswil eine neue Anstellung. Dort lernte er Marie-Theres Egli kennen und lieben. Die beiden heirateten 1975 und im Laufe der Jahre wurden sie glückliche Eltern von zwei Töchtern und einem Sohn.
In der ?Emmi? fand er seine Arbeitsstelle, der er während 37 Jahren, bis zu seiner Pensionierung, treu blieb.  Nebst der Familie verbachte er die freie Zeit im Zusammensein und Singen mit den Kameraden im Jodelclub Maiglöggli, Emmichörli und dem RUECH (Rustikales Unterebersol Chörli), das er mitgegründet hatte.
Sein grösster Wunsch, Grossdäddy zu werden, ist ihm im Oktober 2009 mit der Geburt von Timon erfüllt worden. Ebenso ging sein Kindetraum, einmal nach seiner Pensionierung auf die Alp gehen zu können, in diesem Sommer in Erfüllung.  
Als der neue Tag angeborchen war, kehrte er heim zu Gott. Im Lichte und in der Freude Gottes möge Willy nun geborgen sein.



September 2010

Louise Winiger - Schuler, Linggenstrasse 3


In den Abendstunden des 6. Septembers gab Louise Winiger-Schuler ihr Leben dem Schöpfer zurück.

Am 18. Februar 1933 kam sie zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Maria in Morschach zur Welt. Bereits acht Tage später starb ihre Mutter Marie Schuler-Betschart. Nun sorgten die Tanten Lena und Elise liebevoll für ihr Wohl.
Ihr Vater Franz Schuler lernte bald darauf Louise Baumgartner kennen und heiratete sie. Ein Jahr später wurde Bruder Franz geboren. Bereits nach seiner Geburt zeigten sich bei der Mutter deutliche Spuren der Krankheit Multiple Sklerose.
Im Jahre 1937 übersiedelte die Familie von Morschach nach Ballwil. Der Hof Mettenwil wurde ihr neues Daheim. Da sich der Gesundheitszustand der Mutter stark verschlechterte, lernten alle Kinder früh bei den vielen Aufgaben in Haus und Hof mitzuarbeiten.
Bereits nach der Abschlussklasse führte Louise, 14-jährig, den Haushalt selbständig und unterstützte auch ihren Vater auf dem Hof.
Mit 16 durfte sie im Kloster Fahr den Winterkurs der Bäuerinnenschule besuchen. Dort entwickelte sie ihre handwerklichen Talente. Ab jetzt nähte sie ihre ganze Garderobe selber. Eine willkommene Abwechslung war das Mitsingen im Kirchenchor Ballwil. Bei den Proben zu einem Theater in Ballwil bahnte sich zwischen ihr und Alois Winiger eine Liebesbeziehung an. Sie heirateten am 15. September 1955 und übernahmen eine Pacht in Hörhausen (Kanton Thurgau).
Bereits nach zwei Jahren wollte der Eigentümer den Betrieb wieder selber bewirtschaften. Die junge Familie mit ihren zwei Söhnen Alois und Seppi machte sich auf die Suche nach einem neuen Hof und fand ein Zuhause auf dem Betrieb in Wiedenhub Schönholzerswilen. Die Geburt der beiden Töchter Doris und Pia vervollständigten das Familienglück.
Schweren Herzens folgte im Jahre 1965 erneut die Betriebsauflösung und die Steigerung von Vieh und Fahrhabe. Anschliessend kehrte die Familie zurück ins Seetal und wohnte zwei Jahre in Oberebersol bei Hohenrain.
1967 fand die Familie in Ottenhusen einen neuen Pachtbetrieb. Nun hatte Louise wieder einen grossen Garten. Sie genoss es, Blumen und Gemüse zu pflanzen.
Für die Grosskinder war jeder Besuch in Ottenhusen ein Fest.
Kurz nach dem 60. Geburtstag ihres Mannes Alois zeigte sich bei ihm eine schwere Krankheit. Durch die liebevolle Pflege von Louise erfüllte sich sein Wunsch, daheim sterben zu können.
Innerhalb von zehn Tagen folgten die Beerdigung, die Auflösung des Hofes, die Versteigerung des Inventars und der Umzug in eine Wohnung im Nachbarhaus.
Vermutlich haben all die schweren Schicksalsschläge das Herz von Louise doch stärker belastet, als man glaubte.
Zehn Jahre blieb sie noch in Ottenhusen, bis sie eine neue Wohnung in der Linggenstrasse fand. Dies war für sie ein Heimkommen an den Ort ihrer Kindheit. Nun konnte sie sich ihren lange gehegten Wunsch erfüllen, das Klöppeln zu lernen. In unzähligen Stunden verfeinerte sie ihr Können und klöppelte bald feinste Spitzen. Bei kniffligen Näharbeiten an Fasnachtskleidern, Kleideränderungen und defekten Reissverschlüssen half sie mit Rat und Tat. Viel Zeit verbrachte Louise mit ihrer Familie und mit ihrem Freundeskreis.
Blumen und Gemüse wuchsen nun in Töpfen auf dem Balkon. So wusste sie den Lebensabend zu geniessen.

Doch völlig unerwartet starb Louise während der Zubereitung  des Abendessens am Abend des 6. September. Ihre Stubenuhr, die sie seit der Hochzeit begleitet hatte, blieb um 18.57 Uhr stehen.


Juli 2010

Benno Wiederkehr, Mörlistrasse 9, Giswil

Es war der Wunsch von seinen Eltern Doris und Anton Wiederkehr- Bühler, Luzernerstrasse 6, ihren Sohn hier in Ballwil beerdigen zu lassen.

Benno starb am 4. August an einem Herzversagen in seiner Wohnung in Giswil.

Am 11. August 1971 kam er auf die Welt und wuchs in Eschenbach auf, wo er die Schulen besuchte. Nach der obligatorischen Schulzeit machte er bei der Firma Auto Koch die Lehre als Serviceman. Später arbeitete er in der Papierfabrik Perlen. Die letzten fünf Jahre war er bei der Firma Roth in Küssnacht am Rigi tätig.Vor sieben Jahren hatte er schon einmal einen Herzstillstand, von dem er sich gut erholte. Nun hat sein  Herz für immer aufgehört zu schlagen. An seinem Geburtstag wurde er in unserem Gemeinschaftsgrab beigesetzt. Benno möge nun die ewige Heimat in Gott finden.

 

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Mai 2010

Moritz Winiger-Huber, Linggen 7

Am 10. Mai ist Moritz an seinem Arbeitsplatz tragisch verunglückt und am Samstag, den 15. Mai haben wir ihn auf unserem Friedhof zum Grab begleitet.

Moritz wurde am 5. März 1958 als sechstes von 13 Kindern den Eltern Xaver und Anna Winiger-Müller auf dem Schlosshof geschenkt. Zusammen mit seinen fünf Brüdern und sieben Schwestern verbrachte er eine glückliche und unbeschwerte Kinder- und Jugendzeit. Schon früh galt seine Aufmerksamkeit den Tieren im Stall und den Pflanzen in der Natur. So schien es naheliegend, dass er nach der Schulzeit den Beruf des Landwirts erlernte. Das Lehrjahr bei Franz Elmiger und die Winterkurse an der LMS in Hohenrain blieben ihm in guter Erinnerung.

Die RS im Jahr 1978 absolvierte er in Luzern bei der Infanterie. 1980 trat er in die Fussstapfen seines Vaters und leistete in der Feuerwehr während 23 Jahren seinen Dienst.

Das Trompetespielen in den Musikgesellschaften Ballwil und Eschenbach gehörte zu den grössten Leidenschaften von Moritz. Nächstes Jahr hätte er für 40 Jahre aktives Musizieren geehrt werden können.

Ein tiefer Einschnitt in seinem Leben war der frühe Tod seiner Mutter. Sie starb völlig unerwartet, als Moritz 21 Jahre alt war und das jüngste Kind Marlene in den Kindergarten ging. Die Mutter hinterliess eine riesige Lücke in dieser grossen Familie.

Vor der Festanstellung bei der Perlen Papier AG arbeitete Moritz mehrere Jahre als selbständiger Betriebshelfer. Bei einem solchen Einsatz lernte er im März 1987 Barbara Huber kennen und lieben.

Am 24. August 1996 läuteten in der Pfarrkirche Ballwil die Hochzeitsglocken. Gross war seine Freude, als 2002 Patricia, 2005 Alexandra und 2007 Rebecca das Licht der Welt erblickten. Sein Stolz und die Freude an den Mädchen waren riesengross. Jeden Abend erzählte er ihnen vor dem Schlafengehen lustige oder spannende Geschichten.

Moritz war auch im Linggen mit Leib und Seele Bauer geblieben. Hatte er doch für seine Kaninchen eigenes Heu gemacht und viele Obstbäume gepflanzt. Jedes Kind bekam zur Geburt einen gepflanzt. Mit seiner Hilfsbereitschaft stand er Verwandten und Freunden bei anstehenden Arbeiten auf ihren Höfen gerne zur Seite.

Die neue Anstellung bei der Gotthard Schnyder AG in Emmen gefiel Moritz sehr gut. Seine Vorliebe galt der Betriebsbahn, da konnte er auf jahrelange Erfahrung zurückgreifen. Er konnte nicht ahnen, dass er sein Leben durch ein tragisches Unglück mit der Bahn dem Schöpfer zurückgeben muss. Moritz hinterlässt - wie schon seine Mutter - in seiner Familie eine riesige Lücke!
 

April 2010

Martin Brugger, Dorfstrasse 19

Durch einen tragischen Unfall ist Martin in der Nacht vom 28. April ums Leben gekommen.

Am 1. September 1958 hatte er das Licht der Welt erblickt. Mit seinen lockigen Haaren war er der ganze Stolz seiner Eltern. Diese besassen das Restaurant Linde in Bellach. Mit elf Jahren zog die Familie  ins Luzernische, nach Baldegg. Nach der  Sekundarschule besuchte Martin das Kollegium in Pruntrut. Später lernte er Koch im renommierten Restaurant Schützenhaus auf der Allmend Luzern. Es folgten verschiedene Lehr- und Wanderjahre in der Gastronomie, unter anderem auch im elterlichen Betrieb. In dieser Zeit gründete er mit Monika eine Familie und wurde 1987 Vater von Lukas und zwei Jahre später von Simon. Seine Söhne waren sein grosser Stolz und er  hatte sich immer für sie eingesetzt, auch nachdem Monika und er getrennte Wege gingen. Martin betreute auch mehrere Jahre die Gastronomie im Gemeindesaal Ballwil und stand allen mit Rat und Tat zur Seite, die ein Anliegen an ihn herantrugen. Er hatte immer den Drang, sich weiter zu entwickeln und Neues zu lernen. Deshalb absolvierte er unter anderem die Ausbildung zum Marketingleiter und später zum Verkaufsleiter.

Seine berufliche Heimat fand er im Jahr 2005 bei der Firma Winterhalter Gastro-Geschirrsysteme im St. Gallischen Rheintal.

Wie in der Firma so auch im Privatenhat er sich um die Anliegen der Mitmenschen gekümmert, war immer für einen Rat oder eine Unterstützung bereit. Nun ist seine suchende Seele unerwartet in die göttliche Dimension aufgenommen worden.

Gott möge ihn jetzt einladen zum ewigen Gastmahl.


Viktor Zihlmann-Müller, am Bach 8, Ottenhusen

Ganz überraschend starb am 19. April im Heim Ibenmoos Viktor Zihlmann-Müller. Begonnen hat sein Leben am 23. September 1937 in Hergiswil bei Willisau. Er war der älteste Sohn von Maria und Viktor Zihlman-Wechsler. Als er vierjährig war, zog die Familie nach Schwarzenberg. Zusammen mit seinen sechs Schwestern und zwei Brüdern verbrachte er eine glückliche aber strenge Jugendzeit. Nach der Schulzeit arbeitete er auf verschiedenen Landwirtschaftsbetrieben. Als er im Jahre 1961 bei Theodor Müller in Müswangen eine neue Stelle fand, lernte er dort seine zukünftige Frau kennen. Im Oktober 1964 heirateten sie in Gormund. Gross war die Freude, als sie im Laufe der Jahre glückliche Eltern von vier Töchtern und drei Söhnen werden konnten. Die junge Familie zügelte zuerst für drei Jahre nach Rain und dann nach Kleinwangen auf eine Pacht. Als diese 1993 gekündigt wurde, musste er sein ganzes Hab und Gut versteigern. Zum Glück fand er dann bei der Firma Klaus Beer eine neue Anstellung. Zusammen mit seinem Sohn Sepp erwarb er sich ein Eigenheim in Ottenhusen. Hier hat er sich bald einmal gut eingelebt und machte aktiv im Dorfleben mit. Der plötzliche Tod seiner Tochter Marianne mit erst 24 Jahren war für ihn ein schwerer Schlag. Doch freute er sich dann wieder an den Grosskindern, mit denen er viele gemeinsame Stunden verbringen konnte.

Am 1. Februar erlitt er einen Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr erholen konnte. Trotz allen Anstrengungen wurde dann die Einlieferung ins Heim Ibenmoos unumgänglich. Schon nach wenigen Tagen durfte er dann in den ewigen Osterfrieden eingehen.

 

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Anna Furrer-Meier, Schlossmatte 10

Am Abend des Hohen Donnerstag beklagte sich Anna plötzlich über starke Kopfschmerzen und verlor in kürzester Zeit ihr Bewusstsein. Die Einlieferung ins Kantonsspital konnte sie nicht mehr retten. Friedlich und ohne Schmerzen verstarb Anna am Karsamstagmorgen.

Am 26. Dezember 1927 erblickte Anna Furrer in der Holzweid in Schongau das Licht der Welt. Auf dem Bauernhof ihrer Eltern Ida und Xaver Meier-Haas erlebte sie mit ihren vier Schwestern eine glückliche Kind- und Jugendzeit.
Nach ihrer Schulzeit arbeitete Anna als Hausangestellte bei verschiedenen Familien. Da sie besonders gern und gut kochte, bekam Anna eine Arbeitsstelle als Köchin im Restaurant Löwen in Eschenbach, wo es ihr sehr gut gefiel.
Dort lernte sie 1948 ihren zukünftigen Ehemann Jost Furrer kennen und lieben. Nach vier Jahren heirateten die beiden in der Kapelle Gormund. Sie führten eine glückliche und harmonische Ehe. Im Lauf der Jahre kamen die Töchter Annelyse, Pia, Irene, Erna, und Helene zur Welt. Auf ihre fünf "Meitschi" war Anna immer sehr stolz. Anna war ihnen eine liebevolle Mutter und gute Freundin. Auch die Schwiegersöhne wurden herzlich in ihre Familie aufgenommen.

In ihrer Freizeit beschäftigte sich Anna viel mit ihrem grossen Gemüse- und Blumengarten. Auf die Ernte war sie immer sehr stolz.
Nähen war ihr grosses Hobby. Für ihre Töchter schneiderte und nähte Anna viele Jahre alle Kleider selber. Für ein Modehaus in Luzern nähte sie Kinderkleider und war deshalb immer auf dem neusten Stand, was den Schnitt und die Mode betraf.

Im Jahre 1965 zügelte die Familie von Eschenbach nach Ballwil ins neue Verwaltungsgebäude der Firma Tschupp. Dort übernahm Anna die Hauswartstelle. Dreissig Jahre lang reinigte sie die Büros und pflegte die Umgebung mit grosser Sorgfalt. Sie war der gute Geist des Hauses. Ihre Zuverlässigkeit und die Hilfsbereitschaft wurden allseits geschätzt.

Besonders glücklich war Anna, als nach und nach ihre acht Grosskinder auf die Welt kamen. Anna liebte ihre Grosskinder über alles und die Grosskinder liebten ihr Grossmami oder ihre "Mamama".

Im 1995 wurde der Haushalt im Oberdorf aufgelöst.  Anna und Jost zügelten in eine Alterswohnung in die Schlossmatte. Da sass sie gerne auf ihrem schönen Balkon und genoss die Sicht in die Berge.
In der Schlossstube organisierte Anna jeden Dienstag-nachmittag den Kaffeehöck. Wenn immer möglich, nahm sie am Altersturnen und am Mittagstisch teil. Anschliessend konnte es bei einem gemütlichen Jass oft spät werden.
Kurz nach dem Umzug in die Schlossmatte machte sich bei ihrem Ehemann Jost eine heimtückische Krankheit bemerkbar, an der er drei Jahre später un-erwartet rasch verstarb. Für Anna war es ein schwerer Schicksalsschlag, ihren geliebten Jost so früh zu verlieren. Dank der Unterstützung durch ihre Familie und dank der vielen guten Freunde, die sie immer wieder besuchten oder für einen Ausflug abholten, wurde dieser Verlust etwas gelindert.

Mit ihren Töchtern konnte sie in den letzten Jahren immer wieder schöne Reisen ins nahe Ausland unternehmen. Darüber freute sie sich sehr und es wurde jedes Mal ein unvergessliches Erlebnis.
Nun hat sie die letzte Reise angetreten. Im österlichen Frieden möge sie jetzt das Wiedersehen mit ihrem geliebten Jost erleben.

 

März 2010

Emma Müller-Zurkirch, Altersheim Rosenhügel, ehemals Tannenfels

Am 11. Juni 1918 wurde Emma als Tochter der Emma und des Edy Meyer-Brechbühl in Hochdorf geboren. Nach der obligatorischen Schulzeit ging sie für ein Jahr ins Internat nach Fribourg. Nach der Rückkehr arbeitete Emma im elterlichen Coiffeursalon mit und hatte nebenbei auch als Serviceangestellte gearbeitet.

Im Jahre 1945 heiratete Emma Jakob Zurkirch. Zusammen durften sie glückliche Eltern werden von Bruno und Rita. 1954 zügelte die Familie nach Stansstad, wo sie einen "Tante-Emma-Laden" eröffnete.

Auch war sie die erste Frau im Kanton Nidwalden, welche die Autoprüfung absolvierte. Das Auto bedeutete ihr sehr viel. Von dem konnte sie sich erst vor wenigen Jahren trennen.

Aus gesundheitlichen Gründen ihres Mannes musste die Familie 1959 wieder zurück nach Ballwil zügeln. Im gleichen Jahr starb ihr Mann Jakob an einem Herzversagen. Um den Lebensunterhalt ihrer Familie zu finanzieren, arbeitete sie als Verkäuferin in Luzern. Nach drei Jahren heiratete sie Josef Müller und zusammen durften sie dann auch noch Eltern von Werner werden. Obwohl das Haus Tannenfels etwas ausserhalb von Ballwil liegt, hat Emma die Verbundenheit mit dem Dorf gepflegt. Sie machte Heimarbeit und die verschiedenen Ausflüge bedeuteten ihr sehr viel. Als ihr zweiter Mann Sepp 1997 verstarb, verlor sie den Mut nicht. Sie wirkte mit im Frauenturnen, nahm teil an den verschiedenen Ausflügen und ging regelmässig nach Schinznach Bad.

Als dann die Altersbeschwerden immer häufiger wurden, war ein Umzug ins Heim Rosenhügel unumgänglich. Hier hatte sie sich recht gut eingelebt. Doch von einem Sturz erholte sie sich nicht mehr und ist dann am Joseftag, am 19. März, im Alter von 91 Jahren friedlich eingeschlafen.

 

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Februar 2010

Margrit Helfenstein, Himmelrichstrasse, Luzern
Margrit Helfenstein erblickte das Licht der Welt am 20. Oktober 1923 in Ballwil. Damals führten ihre Eltern, Johann und Anna Helfenstein-Arnold, das Restaurant Sonne in Ballwil. Bevor sie ihren Wohnsitz nach Luzern verlegte, wohnte sie noch an der Hohenrainstrasse 13. Die Verbindung mit Ballwil hat sie nie abgebrochen. So war es auch ihr Wunsch, hier im Familiengrab beigesetzt zu werden.
Am 16. Januar ist Margrit in ihrer Wohnung friedlich für immer eingeschlafen und wurde am 3. Februar auf unserem Friedhof beerdigt.
Gott schenke ihr jetzt ewige Heimat.

 

Januar 2010

Hans Weber-Kunz, Sonnrain 5
Völlig unerwartet starb am 22. Januar Hans Weber im Beisein seiner geliebten Lebenspartnerin Trudy im Spital von Sursee.
Hans Weber erblickte das Leben am 5. Mai 1925 in Huwil, nahe am schönen Baldeggersee. Mit acht Geschwistern, einem Bruder und sieben Schwestern, ist er auf dem elterlichen Bauernhof aufgewachsen. Die Schulen besuchte Hans in Hochdorf. Nach Abschluss der Schulzeit war es für ihn selbstverständlich, den Beruf des Landwirts zu erlernen und den elterlichen Landwirtschaftsbetrieb traditionsgemäss weiter zu führen.
Nachdem er 1945 die RS als Kavallerist absolvierte, entdeckte er eine neue Leidenschaft, den Pferdesport. Beim Springreiten liebte er die Herausforderungen. In der Gesellschaft der Reitervereine und seinen Sportaktivitäten erweckte bald eine Ehrendame sein Interesse und fand seine Zuneigung. Von da an pedalte Hans nun öfters mit dem Velo nach Grosswangen. Am 2. April 1953 führte Hans Elsy Kunz vor den Traualtar. Der glücklichen Ehe entsprossen vier Kinder, Hanspeter, Edwin, Brigitte und Nesthäckchen Robi.
Die Übernahme des elterlichen Landwirtschaftsbetriebs forderte Hans sehr. Doch mit viel Ehrgeiz und Eifer und der tatkräftigen Mithilfe seiner Ehefrau Elsy bewältigte er die strenge Arbeit auf dem Hof.
Die wirtschaftliche Lage und zusätzlich gesundheitliche Probleme forderten von Hans alles. Er suchte sich einen zusätzlichen Nebenerwerb und musste nun den so geliebten Beruf des Landwirts aufgeben. Neben der Schweinezucht fand er als Lagerist bei der Haushalt AG in Hochdorf eine neue Herausforderung. Später erfüllte ihn die Arbeit bei der Firma Schindler in Ebikon. Erholung und Ausgleich fand er immer wieder im eigenen Garten im Kreise seiner Familie. Ferien kannte er damals noch nicht.
Hans liebte auch die Geselligkeit. Das Jassen und Kegeln mit seinen Kollegen und Freunden und die Volksmusik erfüllten ihn mit viel Freude. 1979 baute Hans mit mutigem Entschluss und neuen Perspektiven mit seiner Frau Elsy in Ballwil ein neues Zuhause im Sonnrain 5.
Mit der Heirat von Edwin, Hanspeter und Tochter Brigitte wurde es immer ruhiger. Doch schon bald brachten die sechs Grosskinder wieder Leben in sein Heim. Mit Begeisterung lernte er sie jassen und spielen und war immer für einen Spass bereit.
Den allzu frühen Tod seiner geliebten Gattin Elsy 1986 war ein schwerer Schicksalsschlag für ihn.
Im Auf und Ab der Gefühle, Freuden und Leiden fand Hans in Trudy Zurfluh wieder eine neue, liebe Lebens-partnerin. Mit Trudy freute sich Hans über die wertvollen Begegnungen mit vielen neuen Freunden und Bekannten wie auch über die schönen gemeinsamen Reisen.
Von der Lungenentzündung und den Herzproblemen im vergangenen Jahr erholte sich Hans gut. Einen Tag vor seinem Tod musst er allerdings wieder wegen einer Lungenentzündung ins Spital eingeliefert werden. Dieses Mal war die Krankheit stärker. Gott möge ihm nun das Wiedersehen mit seiner Gattin Elsy schenken.

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Dezember 2009

Ottilia Grüter-Troxler, Heim Sonnmatt, ehemals Dorfstrasse

Ottilia war das zweitälteste der 15 Kinder von Josef und Ottilia Troxler-Käppeli vom Unterschlüssel in Hildisrieden. Sie kam am 29. März 1926 zur Welt.
1953 heiratete sie mit Alois Grütet, der auf dem Hof Aegerten aufwuchs. Im Verlauf der Jahre schenkte sie einer Tochter sowie drei Söhnen das Leben. 1962 zog die Famlie  in das neu erworbene Haus ?Heimeli? an der Dorfstrasse.
Ottilia war eine leidenschaftliche Tänzerin. Den Grundstein dazu legte sie in der Trachtengruppe Hildisrieden. Ihre musikalische Vorliebe galt der Volksmusik. So mahnte sie jeweils ihre Kinder zur Ruhe, damit sie die, wie sie zu sagen pflegte, ?schöni Musig? hören konnte. Mit viel Freude war sie lange Jahre Mitglied des Frauenchörli Ballwil.
Obwohl Ottilia kein grosser Sportfan war, gab es doch Ausnahmen. Das gemeinsame Mittagessen in der Stube war normalerweise nur zu Ostern oder Weihnachten üblich. Doch, wenn ein Skirennen auf dem Programm stand, wurde das Mittagessen auch werktags kurzerhand in die Stube verlegt.
Kreuzworträtsel lösen und Jassen nahmen einen grossen Teil ihrer Freizeit in Anspruch.  Den Blumengarten vor dem Haus und den Gemüsegarten hinter dem Haus pflegte und hegte sie mit viel Freude und Fleiss.
Stricken und Nähen waren weitere Hobbies von ihr. Sie nähte den Grosskindern die ersten Fasnachtsgwändli. Dazu gehörten auch die unzähligen selbstgemachten Pullover und Wollsocken für Geburtstage und zu Weihnachten.
Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 2001 machte sich bald einmal ihre Demenzkrankheit bemerkbar. Dank der grossen und geduldigen Unterstützung der Nachbarn, der Spitex und des Mahlzeitendienstes konnte Ottilia etwas länger in ihrer Wohnung verbleiben. Vor Weihnachten 2005 fand Ottilia liebevolle Aufnahme im Pflegeheim Sonnmatt Hochdorf, wo sie die letzten vier Jahre fürsorglich betreut wurde. Am Dienstag, den 15. Dezember, wurde Ottilia von ihren Leiden erlöst. Kurz vor Weihnachten durfte sie in den ewigen Weihnachtsfrieden eingehen.

November 2009

Anna Feer-Bättig, ehemals Luzernstrasse 12

Frau Anna Feer lebte seit einigen Jahren im Altlersheim Sonnmatt in Hochdorf. Infolge eines Sturzes musste sie ins Kantonsspital Luzern eingeliefert werden. Im hohen Alter von 96 Jahren wurde sie in der Nacht vom 20. November von ihren Leiden erlöst.

Anna Feer-Bättig war verheiratet mit Josef Feer von der Schmitte in Ottenhusen. Als passionierte Köchin freute sie sich, ihre Familie und auch später die Grosskinder zu verwöhnen und für sie Socken und ausgefallene Jacken zu stricken. Nach dem Tod ihres Mannes 1988 wurde das Wohnhaus verkauft. Zusammen mit ihren Sohn Beat kam sie an die Luzernstrasse 12. Dort besorgte sie für ihn noch lange den Haushalt. Als für Anna Feer das Laufen immer schieriger wurde und die Altersbeschwerden zunahmen, war ein Eintritt ins Altersheim unumgänglich. Zuerst fand sie einen Platz im Altersheim Ebikon und später in der Sonnmatt in Hochdorf. Zufrieden und dankbar durfte die hochbetagte Anna hier ihren Lebensabend geniessen. Hoffen wir für sie, dass die begeisterte Köchin von Gott zum ewigen Gastmahl geladen und nun bedient wird.

 

November 2009

Josef Jenni-Gander, ehmals Margrethenstr. 19

Nach mehrjähriger Demenzkrankeit wurde Seppi Jenni-Gander am 15. November von seinem Leiden erlöst.

Begonnen hat sein Leben am 15. Juni 1925 in Udligenswil. Er war das dritte von fünf Kindern. Seine Eltern Albertina und Peter Jenni-Henseler ewarben sich die Liegenschaft Büel in Rain. Mit seinen beiden Brüdern Peter und Alois und den Schulkollegen erlebte er manchen Streich auf dem Schulweg. Als der zweite Weltkrieg 1939 ausgebrochen war, mussten Seppi und seine Geschwister während der Schulzeit kräftig auf dem elterlichen Bauernhof anpacken, weil der Vater in den Aktivdienst eingezogen wurde. 1944 absolvierte Seppi die Rekrutenschule in Luzern. Bereits vor dem Militärdienst zeigte sich, dass Seppi ein treffsicherer Schütze war. Diesem Sport blieb er ein Leben lang treu.

Im Restaurant Kreuz im Rain lernte Seppi seine spätere Frau Rosmarie Gander kennen. Am 10. Mai 1960 hat er sie in Gormund an den Traualter geführt. Im Verlauf der Jahre durften sie glückliche Eltern werden von Tochter Brigitte und den drei Söhnen Seppi junior, Othmar und Armin. Zusammen mit der Familie seines Bruders Alois und dessen Frau Berta bildeten sie eine tüchtige Arbeits- und Lebensgemeinschaft auf dem väterlichen Hof Büel. Auch für die Kinder der beiden jungen Familien war das eine sehr schöne Zeit. Nach neun Jahren löste Seppi den Mitpächter-Vertrag auf und gründete mit seiner jungen Familie eine eigene Existenz in Hochdorf. Er arbeitete als Heizer bei der Milchgesellschaft Hochdorf. 1970 konnte er in Ballwil ein Eigenheim erwerben. Im Milchhof Emmen fand er als Maschinenführer einen neuen Arbeitsplatz. Dort setzte er seine Arbeitskraft 16 Jahre lang, bis zu seiner Pensionierung, äusserst pflichtbewusst ein.

Die regelmässigen Freitags- und Samstagsjassrunden mit seinen Jasskollegen waren für ihn fröhliche Farbtupfer, die die arbeitsreiche Woche abschlossen und das Herz erfreute. Manchmal war es so schön, dass diese fröhlichen Runden bis in die Nacht ausgedehnt wurden. Das Spazieren durch Wälder, an Wiesen und Ährenfeldern entlang war eine grosse Leidenschaft von ihm. Jeden Sommer standen auch Bergtouren mit der ganzen Familie auf dem Programm. Mit Vorliebe ging es auf die Rigi. Als Vater war es ihm besonders wichtig, dass seine Kinder ein wertvolles Rüstzeug mit auf den eigenen Lebensweg mitbekommen konnten. Nach der Pensionierung entpuppte er sich als wahrer Hausmann.

Die letzte Etappe seines Lebens war besonders beschwerlich und Kräfte zehrend. Die Demenzabteilung und später die Pflegeabteilung des Alters-Zentrums St. Martin in Sursee waren für ihn, wie auch für seine Angehörigen, ein grosser Zufluchtsort. Am Sonntagmorgen durfte er in Anwesenheit seiner Angehörigen friedlich einschlafen. Gott möge ihm nun den ewigen Weihnachtsfrieden schenken.

 

August 2009

Marie Kurmann-Leu, Schlossmatte 10

Der plötzliche Heimgang von Frau Kurmann erinnert einmal mehr an die Vergänglichkeit von uns Menschen. Matthias Claudius beschreibt das mit folgenden Worten: ?Der Mensch lebt nur eine kleine Zeit. Und alle Welt vergeht mit ihrer Herrlichkeit?.

Marie Kurmann-Leu erblickte am 16. April 1924 in der Talweid, Gemeinde Hohenrain, als zweites Kind des Johann Leu und der gebürtigen Solothurnerin Berta Rippstein das Licht der Welt. 1930 zog die Familie nach Ballwil auf den Landwirtschaftsbetrieb Schloss. Dort wuchs sie zusammen mit vier Geschwistern wohlbehütet auf. Hier  besuchte sie die Primar- und Sekundarschule und absolvierte ein Lehrjahr in der damaligen Haushaltungsschule Santa Maria in Zug. Von den landwirtschaftlichen Haushaltstellen in Meggen und Gunzwil blieben ihr manch schöne Erinnerungen, wovon sie mit Freuden erzählte.

Die Kriegsjahre verlangten Mithilfe der Jungen, sodass auch Marie tatkräftig auf dem elterlichen Hof mithalf. Dazu grassierte  auch noch die Viehseuche mit all den schmerzlichen Auswirkungen im ganzen Kanton.

Mit Mut und Gottvertrauen versuchte man auch diese harte Zeit zu überwinden und getrost in die Zukunft zu schauen. So trat Marie bald der Trachtengruppe bei, wo sie sich zeitlebens sehr wohl fühlte.

In dieser Zeit lernte Marie Jean Kurmann von der Oberillau in Kleinwangen näher kennen. In gegenseitiger Liebe und im Wunsch auf eine eigene Familie schlossen sie im Mai 1956 in der Mutter-Gotteskapelle Gormund den Bund fürs Leben.

Von nun an blieb der Hof Schloss ihre Heimat, wo schon kurz darauf ihr erstes Kind geboren wurde. Leider mussten Marie und Jean ihre Tochter unmittelbar nach der Geburt dem Schöpfer zurückgeben. Später folgten dann drei Buben und ein Mädchen.

 
Die sechsköpfige Familie und zwei Angestellte versorgen ? manchmal kamen auch noch Kinder aus der Nachbarschaft hinzu ? den grossen Garten pflegen und auch im Feld mitarbeiten, da blieb nicht mehr viel Zeit übrig für Hobbies oder dergleichen.

Mit 41 Jahren bestand Sie die Fahrprüfung und konnte nun vom Velo-Solex auf den Käfer umsteigen. Dies eröffnete ihr trotz spärlicher Zeit wertvolle neue Freiheiten.

1980 zogen dunkle Wolken über das glücksvolle Familienleben auf. Bei Sohn Heiri wurde Knochenkrebs diagnostiziert. Zeiten der Hoffnung und der Zuversicht wurden in regelmässigen Abständen mit neuen Ausbrüchen der heimtückischen Krankheit jäh unterbrochen. Nach zwei Jahren wurde Heiri von seinem Leiden erlöst. Doch an diesem Schicksalsschlag hatte Marie innerlich bis zuletzt gelitten.

Kaum drei Jahre später schlug das Schicksal erneut zu. Ihr Mann erlitt völlig unerwartet einen Aorta-Kollaps und verschied innert weniger Stunden im Kantonsspital Luzern. Ihr tiefer Glaube an Gott und die Verehrung der Mutter Gottes haben ihr dabei geholfen, auch dieses Los geduldig und demütig anzunehmen.

Riesengross war schlussendlich ihre Freude, als 1990 ihr erstes Enkelkind Karin geboren wurde. Marie hatte damit wieder einen Lichtblick im Leben gefunden. Im Verlauf der Zeit kamen sechs weitere Enkelkinder dazu.

1995 zog Marie vom Bauernhaus in die neu erstellte Wohnung in der Alterssiedlung Schlossmatte ein. Dort genoss sie ihre Zeit mit lieben Kollegen und Kolleginnen der Siedlung, mit Ausflügen per Car oder Auto, mit Verwandtenbesuchen und Pilgerreisen. 

Marie war immer zur Stelle, wenn es galt, jemanden zum Arzt oder sonst wohin zu chauffieren.  Bis zuletzt wirkte sie auch noch in der Trachtengruppe mit, wo sie am Gibelflühfest Kuchen und Schenkeli verkaufte. In diesem Verein durfte sie heuer ihr 60-jähriges Jubiläum feiern.

An jenem Montagnachmittag stattete sie bei ihrer Schwester in Sursee einen Besuch ab. Auf dem Nachhauseweg liess sie noch das Auto reinigen und säuberte das Innere mit dem Staubsauger. Nach getaner Arbeit hörte ihr Herz unvermittelt auf zu schlagen. Gott möge ihr nun nach dieser irdischen Pilgereise den ewigen Frieden schenken.          

 

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